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Bei Emma Otto im Kiosk gab es Kaffee, Kuchen und Bier

Dieses Foto veranlasste zwei Leserinnen, sich noch nachträglich zum „Historischen Guckkasten“ zu melden.
Dieses Foto veranlasste zwei Leserinnen, sich noch nachträglich zum „Historischen Guckkasten“ zu melden.

Beim Zeitungsstudium am Mittwoch den „Historischen Guckkasten“ überblättert zu haben, bedauerte die Templinerin Dr. Christa Bestmann. „Den diesmal gesuchten Kiosk in der Nähe des Postheims kenne ich noch aus Kindertagen“, erzählte sie bei einem Anruf in der Redaktion. Sie besitzt ein Foto, das sie und ihre Familie vor dem Kiosk zeigt. „Der Schwarze Weg war bei vielen Spaziergängern, die das Postheim ansteuerten, sehr beliebt“, so die Templinerin. Es habe noch einen zweiten Weg gegeben, der vom Vorstadtbahnhof durch Kornfelder hindurch dorthin führte.

Solche Kioske, an dem Süßigkeiten, Getränke und ein kleiner Imbiss angeboten wurden, standen früher in Templin übrigens nicht nur in Postheimnähe. „Viele werden sich vielleicht nicht mehr daran erinnern, dass es einen weiteren am Krankenhaus Heinestraße/Ecke Robert-Koch-Straße gab. Dort, wo sich heute die Blumenrabatten befinden. Er gehörte Otto Pilatschek, der ein Lebensmittelgeschäft in der Robert-Koch-Straße besaß“, berichtete Christa Bestmann. Kleinigkeiten gegen Durst und Hunger verkaufte ebenso eine Frau Lange aus einem Kiosk am Weg vom damaligen Freibad zum Joachims-thalschen Gymnasium. „Einen solchen Verkaufsstand gab es übrigens auch im Freibad selbst.“

Ebenfalls Kindheitserinnerungen mit dem gesuchten Kiosk verbindet unsere Leserin Gerda Winands, die sich auch nachträglich zu Wort gemeldet hat. „Emma Otto hatte diesen Kiosk am Schwarzen Weg betrieben“, erzählt die Templinerin. Sie selbst habe als Kind Ende der 1950-er Jahre in diesem Pavillon gespielt, der zu diesem Zeitpunkt aber nicht mehr an seinem ursprünglichen Ort, sondern bei Emma Otto auf dem Grundstück stand. „Frau Otto hat oft von diesem Kiosk erzählt. Bei schönem Wetter seien viele Leute zu ihr gepilgert, zu Kuchen und Kaffee, einer Brause oder einem Bier“, erinnert sich Gerda Winands.

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