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Bernd Ziemkendorf übernimmt Vorsitz

Bürgermeister, Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende wie hier Siegfried Boldt (CDU) dankten dem Linken-Politiker Rolf Siegmund für dessen Engagement in der SVV.  FOTOs (2): Sigrid Werner
Bürgermeister, Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende wie hier Siegfried Boldt (CDU) dankten dem Linken-Politiker Rolf Siegmund für dessen Engagement in der SVV. FOTOs (2): Sigrid Werner

VonSigrid Werner

Ein Jahr vor der nächsten Kommunalwahl gibt es einen Wechsel in der SVV. Rolf Siegmund scheidet ab Mai auch als Vorsitzender aus.

Templin.Die Luft war zum Schneiden dünn am Mittwochabend bei der Stadtverordnetenversammlung (SVV) in Templin. Alle Stühle waren besetzt, als Rolf Siegmund (Linke) mit Sauerstoffgerät zur Sitzung erschienen. Zu einer seiner letzten Amtshandlungen als Stadtverordneter und Vorsitzender der SVV gehörte es, durch ein spannungsgeladenes Mammutprogramm von fast 20 Tagesordnungspunkten zu führen. Einer davon stand nicht im offiziellen Programm.
Bürgermeister Detlef Tabbert dankte Rolf Siegmund für fast 20-jähriges Engagement in der SVV und die Tätigkeit als deren Vorsitzender ab Oktober 2008. Für dessen Verdienste überreichte Tabbert dem sichtlich gerührten Rolf Siegmund die Auszeichnung „Medaille zum Wohle der Stadt Templin“. Siegmund hatte sich den Ruf als „soziales Gewissen“ derStadtverordnetenversammlung erworben. Dankbar sei das Stadtoberhaupt stets auch für die kritischen Hinweise des erfahrenen Kommunalpolitikers gewesen, die ihn selbst nachts nach 22 Uhr am Telefon noch erreichten, bekannte Tabbert. „Und fast immer hattest Du recht“, gab der Bürgermeister zu. Der scheidende Stadtverordnete dankte seinerseits allen Mitstreitern in der SVV für die Unterstützung und ausdrücklich auch Protokollantin Marlies Reimer als dem bescheidenen Termingedächtnis im Hintergrund des Vorsitzenden.
In geheimer Wahl stimmten die Stadtverordneten danach über den neuen Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung ab, als einziger Kandidat trat Bernd Ziemkendorf an. Der schaffte es gleich im ersten Wahlgang, die erforderliche mehr als 50-prozentige Zustimmung zu erreichen und wird ab Mai die Geschicke der SVV leiten.

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s.werner@uckermarkkurier.de

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