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„Big Ben“ bleibt in Templin

Station Interview bei der Englisch-Olympiade: Löcher in den Bauch fragten diese Grundschüler die Templiner Gymnasiastin Lucie Erzgräber.  FOTO: Michaela Kumkar
Station Interview bei der Englisch-Olympiade: Löcher in den Bauch fragten diese Grundschüler die Templiner Gymnasiastin Lucie Erzgräber. FOTO: Michaela Kumkar

VonMichaela Kumkar

Was Grundschüler in Sachen Englisch drauf haben, das zeigen sie in Gerswalde. Dabei geht es nicht nur um Sprachkenntnisse der Fünft- und Sechstklässler, sondern auch um ihr Wissen in Landeskunde.

Gerswalde.Jetzt gilt es für Lena Hoffmann und Leon Losch: Gleich müssen die beiden Sechstklässler, die sich nicht kennen, ins Gespräch kommen. Auf Englisch. „What is your toppic?“, fragt Fachlehrerin Antje Schwengbeck die zwei nach dem von ihnen gewählten Thema, über das sie reden werden. „Zukunftsträume und -wünsche“, antwortet Leon, der an der Pannwitz-Grundschule in Lychen lernt, in der Aufregung auf Deutsch. Dann aber klappt alles wie am Schnürchen: Lena, Grundschülerin aus Gerswalde, und ihr Dialogpartner aus Lychen kommen schnell in der Fremdsprache ins Gespräch. Die Templinerin Antje Schwengbeck, ihre Kollegin Ina Eichendorff aus Milmersdorf sowie die beiden Templiner Gymnasiastinnen Nina Tschiene und Sophie Neumann bewerten Kreativität und Gestaltung des Dialogs, Grammatik und Lexik, die Aussprache und die Gesprächsfolge. Schnell ist sich die Jury einig: Das haben Lena und Leon richtig gut gemacht...
An diesem Tag dreht sich alles in der Gerswalder Grundschule um die englische Sprache und um die Frage, welche Mannschaft der teilnehmenden Grundschulen aus dem Altkreis Templin den Siegerpokal mit nach Hause nehmen wird: einen Mini-„Big Ben“ aus Glas. Vor fünf Jahren entstand die Idee für die Englisch-Olympiade an der Gerswalder Grundschule. „Einen Leistungsvergleich auf diesem Gebiet gab es damals noch nicht“, erinnert sich Birgit Wussow, die Englisch in Gerswalde unterrichtet.
An sechs Stationen müssen Schüler der Klassenstufen fünf und sechs ihr Können unter Beweis stellen: Es geht um Hören, Lesen, Dialogführung, Landeskunde, Vokabel- und Grammatikkenntnisse und darum, ein Interview mit einer unbekannten Person zu führen, erklärt Sylvia Hartmann, ebenfalls Englisch-Lehrerin an der Gerswalder Grundschule. Unterstützt werden die Gastgeber der Olympiade vom Schulförderverein und von Kolleginnen aus den anderen teilnehmenden Grundschulen und Templiner Gymnasiastinnen. Zehntklässlerin Elisabeth Krauter ist eine von ihnen. Sie staunt besonders über die sehr guten Leistungen mancher Fünftklässler. „Das hätte ich so nicht erwartet.“
Schon zwei Mal waren Erik Wendorf und Jonas Greiner von der Templiner Goetheschule bei der Englisch-Olympida dabei. Inzwischen sind sie in der sechsten Klasse. „Wer hier mitmacht, der kann seine Leistungen mit anderen vergleichen“, sagt Jonas. „Außerdem lernt man neue Leute kennen“, so Erik.
Gespannt erwarten alle „Olympioniken“ das Ergebnis des Wettbewerbs. Den „Big Ben“ dürfen die Mädchen und Jungen von der Templiner Grundschule „Johann Wolfgang Goethe“ wieder mit nach Hause nehmen. Sie hatten den Pokal bereits im vergangenen Jahr gewonnen. Bei den Platzierungen geht es knapp zu, so Sylvia Hartmann und Birgit Wussow. „Das zeigt ja auch, wie dicht die fremdsprachlichen Leistungen beieinander liegen.“ In der Klassenstufe fünf belegt Oda Michel, Goetheschule Templin Platz eins, Jonathan Krauß von der Pannwitz-Grundschule Lychen freut sich über den zweiten Platz, Dritte wird Marike Neumann, ebenfalls Goetheschule Templin. Bei den Sechstklässlern geht der erste Platz an Jonas Greiner, Platz zwei an Erik Wendorf, beide Goetheschule, Kevin Kattau von der Waldhofschule Templin und Jennifer Frank, Goetheschule Templin, werden Dritte.

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m.kumkar@uckermarkkurier.de

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