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Bowling oder Putzen: Wanderfreunde unternehmen viel gemeinsam

Maria Hildebrand will den Wanderpokal als Rattenkönigin, den sie hier von Edeltraut Diesner und Ursula Gomoll (von links) erhält, im Herbst wieder abgeben.
Maria Hildebrand will den Wanderpokal als Rattenkönigin, den sie hier von Edeltraut Diesner und Ursula Gomoll (von links) erhält, im Herbst wieder abgeben.

Manch einem merkte man vor Kurzem beim Bowlingtermin in Neuhof bei Feldberg an, dass das Kreuz ein bisschen „eingerostet“ war. Doch da man sich stets zu 100 Prozent im Blickfeld aller Vereinsmitglieder bewegte, gab sich jeder Teilnehmer gehörige Mühe, die Kugel möglichst sanft aufzusetzen und nicht auf die „Rattenpiste“ zu schicken. Einen Nachmittag ließen es sich 43Mitglieder des Lychener Wandervereins in geselliger Runde bei Bewegung und vielgelobter Beköstigung gut gehen. Kommentare über die „Rattenschieber“ blieben an den Tischen ebenso wenig aus wie über die Abräumer, die ihr Glück über alle zehn gefallenen Points manchmal selbst gar nicht richtig fassen konnten. Am Ende freuten sich die Besten über eine durch die Vereinsvorsitzende Edeltraut Diesner vorbereitete kleine Anerkennung. Und auch Maria Hildebrand nahm es von der heiteren Seite, als sie den Wanderpokal der „Rattenkönigin“ in Empfang nahm – „aber nur bis zum nächsten Mal“. Und das wird Mitte September sein.

In dieses Jahr geht Edeltraut Diesner sicherlich schon mit etwas weniger Herzklopfen als noch 2012, als sie die Funktion der Vereinsvorsitzenden übernommen hatte. Unterstützung erhielt sie nicht nur von ihrer Vorgängerin Helga Meier, sondern auch von zahlreichen Mitgliedern. 20 gelungene Veranstaltungen mit 583 Teilnehmern brachte man auf die Beine. Mit dem beliebten Bowlingtermin und der regen Beteiligung am Lychener Frühjahrsputz am vergangenen Wochenende ist für die Vereinsmitglieder bereits das erste Viertel des Veranstaltungsplanes 2013 Geschichte. Nach der Jahreshauptversammlung Anfang Februar wurden die Ideen der über 50 Vereinsmitglieder sortiert und die ins Auge gefassten Veranstaltungen über das Jahr verteilt. 18-mal wollen sich die Wanderfreunde treffen, um gemeinsam aktiv zu sein. Das ist überwiegend sportlich gemeint, sagt die Vereinsvorsitzende, aber auch kulturell oder in Kombination von beidem. So gingen fast 50 Teilnehmer – darunter Wanderfreunde aus Templin – auf Winterwanderung, war man mit einer starken Fraktion bei einem Kabarettprogramm im März präsent, nahm man gerne das Angebot zu einer geführten Rad-Sternfahrt von Lychen nach Alt Placht mit anschließendem Konzert im Kirchlein im Grünen an, beteiligte man sich an der geführten Wanderung entlang des Küstriner Baches und durch das Oberpfuhlmoor. Immer sind auch Termine dabei, die den Mitgliedern Neuigkeiten vermitteln. Das kann ganz in der Nähe der Flößerstadt sein, wie Anfang Mai, wo man etwas mehr über den Faulen, Tiefen und Krummen See erfahren möchte.

Schon zehn Tage später begibt man sich dann aufs Wasser, und zwar in Berlin bei einer Brückenfahrt mit dem Ausflugsschiff und einem Besuch des Botanischen Gartens in Dahlem. Im Juli ist eine Busfahrt an die Ostsee zur vierten Warnemünder Sandwelt geplant. Im November wird man sich vier Tage lang erneut die Ostseeluft, dieses Mal in Zinnowitz, um die Nase wehen lassen und sich als Strandläufer betätigen. Die Landesgartenschau in Prenzlau taucht gleich zweimal als Termin auf, denn man will die Blütenpracht am Unteruckersee einmal im Frühjahr und einmal im Frühherbst bewundern können. Die „Flotte Speiche“, die Radlerabteilung des Vereins unter der bewährten Leitung von Elfriede Herms, war schon Mitte April mit zwölf Teilnehmern auf der Piste nach Hasselförde. Und auch wenn im Sommer die Dorffeste der Lychener Ortsteile anstehen, soll es gemeinsame Touren nach Retzow und Rutenberg geben.

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