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Buchhändlerin möchte Lust wecken auf Templin

Anstoßen auf das gelungene Buchprojekt: Bilbliothekarin Silke Behrens, Layouter Michael Hildebrandt, Autorin Bärbel Makowitz, Bürgermeister Detlef Tabbert, Buchhändlerin Antje Mielke und Fotograf Tom Schweers (von links).  FOTO: Sigrid Werner
Anstoßen auf das gelungene Buchprojekt: Bilbliothekarin Silke Behrens, Layouter Michael Hildebrandt, Autorin Bärbel Makowitz, Bürgermeister Detlef Tabbert, Buchhändlerin Antje Mielke und Fotograf Tom Schweers (von links). FOTO: Sigrid Werner

Lust machen auf die historische Kleinstadt mit ihrer 1735 Meter langen Stadtmauer will Buchhändlerin Antje Mielke vom Buchhaus Karger in Templin mit ihrem neuen Buchprojekt.

Kräftig in Vorkasse ist sie dafür gegangen, um endlich wieder einen Bildband über Templin im Angebot zu haben. Denn inzwischen war auch der letzte Templin-Band des Buchhauses von 1998, damals in 3000er Auflage erschienen, ausverkauft. Mit eingelassen haben sich auf das Projekt, das auch die neu entstandenen Kleinode der Stadt außerhalb der Stadtmauern einfangen sollte, Tom Schweers als Fotograf, Bärbel Makowitz als Autorin und Michael Hildebrandt als Layouter. Entstanden ist ein Buch, das tatsächlich auf die schönsten Ecken Templins Lust macht. Und derer gibt es viele. Antje Mielke und Michael Hildebrandt hatten die Qual der Wahl, als der Jakobshagener Tom Schweers, der 2011 erst in die Uckermark gezogen war, seine Fotomotive vorlegte. „Das Schwierigste war, die Dimension der historischen Stadtmauer einzufangen“, sagte er. Spannend ist die Draufsicht eines Menschen, der diese Stadt erst für sich entdecken musste. Richtig lange habe er gesucht, bis er die Zwillingssteine fand, die ihm aufgegeben waren zu fotografieren. Vor dem Berliner Tor ist er fündig geworden. Wissen die Templiner wo?

Am schönsten sei Templin am Stadthafen, wo das Wasser so nah an die historische Altstadt heranreicht und alles grünt und blüht, schwärmt der Fotograf. Spannend war die Aufgabe auch für die Autorin Bärbel Makowitz. Die Historikerin hatte gerade die Arbeit an der neuen Stadtchronik beendet. Sich angesichts der Fülle des Materials nun noch einmal bescheiden zu müssen und in Worten die Verbindung von Stadtgeschichte und Einbettung in die Natur zu dokumentieren, war für sie die größte Herausforderung. Die Begeisterung darüber, was die Stadtväter aus dem historischen Erbe ab 1982 mit den Vorbereitungen auf die Arbeiterfestspiele und dann mit der Innenstadtsanierung nach 1990 machten, schwingt in dem Fotoband in jeder Silbe mit. „Es gibt einfach so viele schöne Ecken in Templin“, schwärmt sie. Der schönste Platz sei ihr jedoch immer noch der eigene Garten“, gesteht sie aber leise. Die Herausgeberin Antje Mielke mag sich vor allem für die liebevoll sanierten Fachwerkhäuschen in der Rühlstraße erwärmen. Hatte doch das Magazin NBI noch 1984 berichtet, in den dortigen Häusern könne man Murmeln spielen, ohne diese anzustoßen. Man darf gespannt sein, wie lange die 1000er Auflage des neuen Bildbands reicht.
 

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