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Bürger-Team will auf T-Shirts Antwort durch Stadt tragen

Mit diesem Plakat und ihrer favorisierten Antwort auf die Frage im Bürgerentscheid will die Bürgerinitiative jetzt Werbung laufen.  Grafik: Rieck
Mit diesem Plakat und ihrer favorisierten Antwort auf die Frage im Bürgerentscheid will die Bürgerinitiative jetzt Werbung laufen. Grafik: Rieck

"Die Frage beim Bürgerscheid am 23. Juni ist kompliziert“, gibt Wahlleiterin Ute Stahlberg zu. „Wir hatten sie aber aus dem Bürgerbegehren zu übernehmen.“ Die Frage laute: „Sind Sie gegen den Abriss des Bettenhauses des ehemaligen Ferienheimes ,Salvador Allende‘, um eine neue Nutzung zu ermöglichen?“ „Wenn Sie den Abriss nicht möchten, stimmen Sie mit „Ja“, sind Sie für den Abriss, kennzeichnen sie ihre Stimme bei „Nein“.
Das Team der Bürgerinitiative will mit eigenen Aktionen helfen, für mehr Klarheit zu sorgen. Sie hat nicht nur ein Plakat entworfen, sondern sucht weitere Mitstreiter, die mit einem bedruckten T-Shirt Reklame laufen für ihr Anliegen, berichtet Jürgen Lemke. Wer mitmachen wolle, könne sich unter den Telefonnummern 03987 2291 oder 200630 melden.

Viele bewegen, an der Abstimmung teilzunehmen

„Wir werden unsere Anstrengungen noch verstärken, um möglichst viele Bürger zu bewegen, an der Abstimmung teilzunehmen“, kündigt Hans-Ulrich Beeskow an. „Für unser Team war es einfacher, zu den Bürgern zu gehen und sie um eine Unterschrift zu bitten, als sie jetzt zu motivieren, ins Wahllokal zu gehen“, gesteht Beeskow. „Jeder, der zu dem Thema eine Meinung hat, sollte sie am Wahlsonntag oder per Briefwahl kundtun“, appelliert er an die Templiner, ausdrücklich auch in den Ortsteilen. „Uns helfen selbst Nein-Stimmen, um die 25 Prozent Walhlbeteiligung zu erreichen.“ Rund 3550 Templiner müssten ihre Stimmen abgeben, davon mindestens die Hälfte mit „Ja“ votieren, wenn der Abriss des Bettenhauses verhindert werden soll. „Seit Freitag kann man sich in der Meldestelle im neuen Rathaus, Zimmer 104, die Briefwahlunterlagen sogar persönlich aushändigen lassen und dort gleich abstimmen“, so Beeskow. Ansonsten fordere man die Briefwahlunterlagen postalisch an, das Rückporto für die Stimmabgabe zahlt die Stadt.
„Eigentlich hatten wir ja gehofft, den Stadtverordneten ist das Ergebnis des Bürgerbegehrens genug Signal, den Beschluss zum Bettenhaus-Abriss zurückzunehmen“, so das Mitglied der Bürgerinitiative enttäuscht darüber, dass nun für den Bürgerentscheid zusätzliche 15000 Euro Kosten entstehen, während die Stadtverordneten für einen Lärmaktionsplan kein Geld übrig hatten. Zudem bleibe ein bitterer Nachgeschmack, dass die Kommunalaufsicht bis heute keine Rückmeldung gegeben habe, ob es rechtens sei, für den Bürgerbescheid die Anzahl der Wahllokale auf drei in der Stadt und sechs in den Ortsteilen zu begrenzen.
 

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