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Das staubige „Drumherum“ der Kita

Die unfertigen Außenanlagen der Lychener Kita beschäftigen die Gemüter von Eltern und Stadtverordneten.
Die unfertigen Außenanlagen der Lychener Kita beschäftigen die Gemüter von Eltern und Stadtverordneten.

„Jim Paul sieht nachmittags manchmal aus, als hätte er auf dem Kohlenplatz gespielt“, verrät Ivonne Zientz. Ihr fünfjähriger Sohn geht in die Kita „Chorsstift“ in Lychen, die im vergangenen Jahr für 1,2 Millionen Euro neu gebaut wurde. Seit Januar läuft hier der reguläre Betrieb, doch der Außenbereich lädt noch nicht wirklich zum Spielen ein. Vor einigen Tagen haben die Mitarbeiter des Bauhofes die Klettergerüste – die zum Teil am alten Standort in Hohenlychen ausgebuddelt werden mussten – wieder aufgebaut. Die Spielgeräte harren allerdings noch der vorgeschriebenen Abnahme durch den TÜV und sind deshalb noch nicht freigegeben. Da vor diesen Arbeiten wiederum kein Rasen angesät werden konnte, ist rings um die Kita der blanke Erdboden – je nach Wetter also Staub oder Matsch.Die Mannschaft um Kita-Leiterin Christina Rempt will aus dieser Situation weiter das Beste machenund weicht zum Ballspielen auch mal auf benachbarte Grünflächen aus.
Mit dem ärgerlichen „Drumherum“ der Kita hat sich auch der Bauausschuss befasst. Schnell einig schien man sich zumindest in der Feststellung, dass das „kein Zustand“ sei. Eine Variante, für die Kinder aus dem Schmutz- innerhalb möglichst kurzer Zeit einen Spielplatz zu machen, wäre Rollrasen. Das Stichwort war bereits auf der Stadtverordentenversammlung (SVV) vor zwei Wochen gefallen. Es ist eine Variante, die allerdings mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Wie hoch die sind, ist Ausschussmitgliedern und Verwaltung bislang unbekannt. Das soll jetzt von der Verwaltung ermittelt und dem Finanzausschuss vorgelegt werden. Und dann, so Bürgermeister Sven Klemckow, müsste das Thema in die nächste SVV. Die ist am 24. Juni. Bis dahin wäre vielleicht auch die Rasensaat aufgegangen.

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