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„Egelpfuhlschule darf nicht weiter vertröstet werden“

VonSigrid Werner

Templiner Stadtverordnete fordern nach der Sanierung der Goethe-Schule nun auch angemessene Bedingungen für die Bildungseinrichtung in der Südstadt.

Templin.Mit einem extra Antrag an die Stadtverordnetenversammlung versuchten Birgit Bader, Thomas Neumann und Gernot Schwill Druck auf die Verwaltung auszuüben, endlich konkret Vorschläge zu unterbreiten, wie im Rahmen der Baumaßnahmen zur brandschutztechnischen Ertüchtigung an der Egelpfuhlschule ein angemessener Essenraum entstehen und wie Schallschutzmaßnahmen in einigen Klassenräumen umgesetzt werden können. Die Vorschläge sollen bis Ende Mai in den Ausschüssen vorgestellt werden.
Fast schien sich der Antrag zu erübrigen. Bürgermeister Detlef Tabbert hatte im Bericht der Verwaltung informiert, dass am 11. April Planer in der Egelpfuhlschule bei einer Bestandsaufnahme zugange sein sollten, um die baulichen Maßnahmen zur brandschutztechnischen Ertüchtigung und für die Implementierung eines Essenraums in den vorhandenen Baukörper sowie die Raumplanung zu besprechen. Der Fördermittelbescheid für das Mittelzentrum des Altkreises Templin liege vor. Am 22. April soll eine Beratung mit den Kooperationspartnern aus Lychen, Gerswalde, Boitzenburg die Prioritäten für die Investitionsmaßnahmen festzurren. 1,5 Millionen Euro können 2013 abgerufen werden.
Insgesamt dürfte die Investitionssumme an der Egelpfuhlschule die Millionengrenze überschreiten, schätzte Tabbert ein. Die Stadt wird also auch tief ins eigene Portemonnaie greifen müssen. Ulrich Bräuer forderte, dass ein neuer Essenraum für 120 Kinder plus eine Küche unbedingt drin sein müsse. „Wir können in der Goethe-Schule nicht alles schick machen und in der Egelpfuhlschule geht gar nichts“, so Bräuer. Die Schule dürfte nicht weiter vertröstet werden. Tabbert sicherte zu, dass die Vorschläge für die Integration eines angemessenen Speiseraums spätestens im Mai/Juni in den Ausschüssen vorgestellt werden. Auf der Vor-Ort-Beratung vergangene Woche hätten die Planer zugesichert, zur nächsten Beratung der AG Egelpfuhlschule mit Vertretern der Eltern- und Lehrerschaft sowie Stadtverwaltung am 26. April einen Vorschlag zu unterbreiten.

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s.werner@uckermarkkurier.de

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