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Erlebnisreicher Blick über den Tellerrand

Beim deutsch-polnischen Schülertreffen in Tangersdorf probierten sich die Kinder auch beim Bogenschießen aus - hier unterstützt von der Lychener Schützengilde.  FOTO: Birgit Bruck
Beim deutsch-polnischen Schülertreffen in Tangersdorf probierten sich die Kinder auch beim Bogenschießen aus - hier unterstützt von der Lychener Schützengilde. FOTO: Birgit Bruck

VonBirgit Bruck

Lychener Grundschüler und Kinder aus der polnischen Partnerschule in Stettin erobern für zwei Tage das Tangersdorfer Pfadfindercamp.

Tangersdorf.Beim Pfadfindergruß weisen Zeige-, Mittel- und Ringfinger nach oben, und der Daumen legt sich auf den kleinen Finger. Das war die erste gemeinsame Lektion für die Kinder der Pannwitz-Grundschule Lychen und der polnischen Partnereinrichtung Podstawowa Nr. 16 aus Stettin. Sie haben gemeinsam mit ihren Lehrern und Betreuern für zwei Tage das Pfadfindercamp in Tangersdorf erobert. Nach der Einweisung hoben sich also vierzig Kinderhände zum zünftigen Gruß, während die weiß-rote und die schwarz-rot-goldene Fahne am hölzernen Fahnenmast in die Höhe gingen. Zwei Tage Pfadfinder sein, das heißt für die Partnerschüler gemeinsam spielen, Bogenschießen und Speerwerfen, Holzsammeln, Grillen und Lagerfeuer. Und „alte“ Freunde wiedertreffen. Denn beide Schulen verbindet bereits im zwölften Jahr eine Partnerschaft, die im Wesentlichen davon lebt, dass sich Schüler und Lehrer jeweils im Frühjahr und im Herbst treffen, um gemeinsam die jeweilige Region zu erkunden und Erfahrungen auszutauschen. Das alles mit finanzieller Unterstützung aus EU-Mitteln, so wird der Tangersdorf-Aufenthalt innerhalb des Interreg IVa-Programms gefördert. Viele der Schüler und natürlich die Lehrer kennen sich bereits, die Vorfreude aufs Wiedersehen sei jedesmal groß, betont Kornelia Lemke. „Die gegenseitigen Besuche ermöglichen beiden Seiten einen Blick über den Tellerrand. Wenn man sich kennt, haben auch Vorurteile kaum eine Chance“, sagt die Schulleiterin. Sie selbst spricht seit Kindertagen Polnisch, „nicht viel“, wie sie lachend einräumt – aber doch ausreichend, um sich mit den Gästen auch einmal ohne Dolmetscher zu verständigen. Der Gegenbesuch in Stettin soll im Herbst stattfinden.

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