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Festlicher Rahmen für Beitritt zur Partei genutzt

„Die SPD in Templin hat keine Nachwuchssorgen“, verkündete Christian Hartphiel, stellvertretender Ortsvorsitzender, am Rande des Jahresempfangs stolz und lenkte die Presse zu Jens Buhrandt (23), der gelernte Optiker, der gerade seinen Mitgliedsantrag ausfüllte. Dessen Politiklehrer am Gymnasium (FDP) hatte ihn nach ausgiebigen Diskussionen in einer Politik-AG auf den Kopf zugesagt „Du bist der geborene Sozi“ und später empfohlen, sich einzubringen in die Gesellschaft und auch außerhalb der Schule politisch zu engagieren. Auch bei der Bundeswehr wurde der junge Mann mit eigenem Standpunkt bestärkt: „Sie können etwas bewegen.“ Jens Buhrandt nahm sich das zu Herzen und schrieb sich bei den Jusos ein. Doch jetzt, in Vorbereitung der Bundestagswahl, stand für ihn fest, dass er nun richtig dabei sein will. Unterstützt wurde er bei diesem Schritt von den Juso-Freunden Martin Schmidt aus Prenzlau (32), der als Fleischer bei Martkauf arbeitet, und das gern, wie er betont, der Beruf habe zu Unrecht einen schlechten Ruf, sowie von Tobias Schulz (25) aus Templin. Letzterer hat Politikwissenschaft und öffentliches Recht studiert, sucht derzeit einen Job für die Zeit bis zum Masterstudium. Gar nicht so einfach, musste er feststellen. Erst recht nicht in der Uckermark. Wäre er selbst schon in politischer Verantwortung, würde Jens Buhrandt dafür sorgen, dass in Deutschland eine Grundsicherung für alle Bürger eingeführt und die Bildung ganz neuen Stellenwert bekommen würde: Deutschland müsse vorsorgen, Führungskräfte heranziehen. Martin Schmidt liegt die Einführung von Mindestlöhnen am Herzen. Tobias Schulz wünscht sich eine deutlichere Positionierung der BRD zu außenpolitischen Fragen, weniger Wankelmütigkeit.

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