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Freie Fahrt für die Kehrmaschine erbeten

Uwe Braun sammelt pro Schicht bis zu elf Tonnen Streusand ein.
Uwe Braun sammelt pro Schicht bis zu elf Tonnen Streusand ein.

„Ich fahre doch eine normale Kehrmaschine, keinen Bagger“, sagt Wirtschaftshofmitarbeiter Uwe Braun von der Kehrmaschine herab.
Die Besen unter seinem Gefährt drehen sich unermüdlich, zwingen die nachfolgenden Fahrzeuge zuweilen zum Schritttempo, wirbeln Staub auf, greifen den Sand von Wegen und Straßen, aber längst nicht allen Schmutz.
Meist bleibt noch eine dicke Spur hinter der Maschine liegen. „An manchen Stellen muss ich zwei- bis dreimal kehren, nach den Mengen an Streusand, die wir in diesem langen Winter ausbringen mussten“, bestätigt Uwe Braun. 3,5 bis vier Tonnen dieses schmutzigen Sandes passen in den „Tank“ der Kehrmaschine. Zehn bis elf Tonnen kehrt der Wirtschaftshofmitarbeiter pro Schicht zusammen. Mit ihm sind fünf weitere Kollegen in zwei Schichten von morgens um 5bis nachmittags 14 Uhr und von 14 bis 22 Uhr im Einsatz, um das Thermalsoleheilbad für den Start in den Frühling zu putzen.
„Wir fangen in der Innenstadt an, arbeiten uns bis in die Außenbereiche vor und werden danach den Streusand in den Ortsteilen beräumen“, klärt Wirtschaftshofleiter Mario Cziborra auf. In zwei Wochen wolle man in der Kernstadt durch sein. Zwei weitere Wochen dürften für die Arbeiten in den Ortsteilen draufgehen. Eine anspruchsvolle Aufgabe, schließlich habe man in diesem Winter doppelt so viel Streusand ausbringen müssen wie in normalen Wintern.
Zum Abstumpfen von Fahrbahnen und Wegen im kommenden Winter kann das aufgenommene Material nicht wiederverwertet werden. Es gehe in eine Recyclinganlage.
„Damit die Kollegen mit der Arbeit zügig vorankommen, werden wir in den kommenden Tagen abschnittsweise Parkverbotsschilder aufstellen. Wir bitten die Kraftfahrer dringendst, diese Schilder zu beachten“, bittet Cziborra um Verständnis für die zeitweiligen Einschränkungen. Um so gründlicher und zügiger könnten die Reinigungsarbeiten erfolgen.
Schließlich drängt auch die Wirtschaftshofmitarbeiter die Zeit, wollen sie den Gästen zu Beginn der Tourismussaison eine saubere und grüne Stadt präsentieren. Sollen doch auch die Blumenbeete und Rabatten zügig hergerichtet, die Rasenflächen gelüftet und gedüngt werden.
Sollte die Sonne bald zweistellige Tagestemperaturen im Plus-Bereich ermöglichen, dann dauere es nicht mehr lange, bis die Kollegen auch wieder auf die Rasenmäher umsatteln müssen, so Mario Cziborra.

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