
| Gesundheit |
von Claudia Marsal
|
Die Beschwerde über das bräunliche Trinkwasser von Butterholz, der Uckermark Kurier berichtete, ist bereits Anfang Juli beim zuständigen Gesundheitsamt eingegangen. Jetzt antwortete die Behörde. „Rostwasserprobleme sind die vom Verbraucher am häufigsten festgestellten Beeinträchtigungen der Wasserbeschaffenheit. Diese sind allein unter ästhetischen und geschmacklichen Gesichtspunkten – nicht aber unter gesundheitlich relevanten – zu sehen“, beruhigt die zuständige Mitarbeiterin. Eisen sei ein lebenswichtiges Spurenelement. Es spiele im menschlichen Organismus eine wichtige physiologische Rolle. Eine Gefahr der menschlichen Gesundheit durch hohe Eisen-Dosen sei nicht bekannt. „Eisen ist ein Indikatorparameter in der gültigen Trinkwasserverordnung 2001. Der Grenzwert beträgt 0,20 mg/l.“ Für das Auftreten von Rost im Trinkwasser gebe es verschiedene Ursachen. Begünstigend wirkten sich eine geringe Wasserentnahme, die Stagnation des Wassers in der Leitung sowie der technische Zustand und das Material der Rohrleitungen aus.
„Die Stadtwerke Prenzlau sowie der Nord-Uckermärkischen Wasser- und Abwasserverband wurden durch mich über die Beschwerde informiert“, heißt es weiter. Das beschriebene Problem sei dem Wasserversorger bekannt. Der NUWA suche derzeit nach Lösungsvorschlägen zur Behebung der Ursache. Die Stadtwerke führten dazu bereits im 2010 eine Beratung zur Sicherung der Trinkwasserqualität im Amt Brüssow durch. „Zum damaligen Zeitpunkt wurde durch zwei Vertreter der Gemeinde und einen Anwohnervertreter aus Butterholz eine Übergangslösung festgelegt. Die Stadtwerke spülen bis zur Lösung des Problems das Trinkwasserleitungsnetz in Butterholz im Abstand von zwei Wochen. Das Gesundheitsamt plant, in der 29. Kalenderwoche eine Trinkwasserprobe zu entnehmen und die mikrobiologische Beschaffenheit sowie die Parameter Eisen und Mangan untersuchen zu lassen.“ Der zuständige Wasserversorger NUWA sei bemüht, eine zufriedenstellende Dauerlösung zur qualitätsgerechten Trinkwasserversorgung für Butterholz zu finden. Das Gesundheitsamt werde die möglichen Varianten prüfen und die eingeleiteten Maßnahmen überwachen.
|
|