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Genug Wasser zum Verdünnen im See

Bereits im Hardenbecker Haussee waren nach einem langen Winter mit Schnee und Eis verendete Wildschweine gefunden worden. Auch im Lübbeesee sollen tote Tiere gesichtet worden sein.  FOTO: Archiv
Bereits im Hardenbecker Haussee waren nach einem langen Winter mit Schnee und Eis verendete Wildschweine gefunden worden. Auch im Lübbeesee sollen tote Tiere gesichtet worden sein. FOTO: Archiv

VonSigrid Werner

Tote Tiere im Badegewässer? Leser wollen wissen, ob das für Badende im Lübbesee schädlich sein kann.

Templin.Gleich fünf tote Wildschweine sollen Angler auf der Ostseite im Templiner Lübbesee entdeckt haben. Ein nicht gerade angenehmes Gefühl zu wissen, vielleicht Seite an Seite mit verendeten Tieren im See zu schwimmen. „Wir haben davon erfahren“, sagte Stadtförster Jürgen Schuppelius auf Nachfrage des Uckermark Kurier. Allerdings seien die Ortsangaben so vage gewesen, dass die Tiere bislang nicht gefunden und geborgen werden konnten. Schuppelius geht davon aus, dass – ähnlich wie bei dem Fund im Hardenbecker Haussee kurz vor Pfingsten – die Tiere in den letzten Winterwochen im März/Anfang April die überschneiten Eisflächen auf dem See falsch eingeschätzt haben und eingebrochen sind. „Ihnen geht es dann nicht anders als Menschen, sie kommen dann oft nicht wieder raus aus dem Eis“, so Schuppelius. Wildschweine nehmen im Winter gern mal eine Abkürzung über den See. Allerdings seien sie meist sehr vorsichtig und gehen nicht aufs Eis, wenn sie merken, das ist nicht mehr o.k.“ Dass Badende geschädigt werden könnten, weil tote Tiere im See schwimmen, glaubt Schuppelius nicht. Es sei genug Wasser da zum Verdünnen, meint er. Außerdem sei es gut möglich, dass sich unter Wasser die Fische längst bedient haben. An Land wären die Tiere als Ofer von Maden innerhalb einer Woche weg, erinnert er die natürlichen Wege des Sterbens und Vergehens bei den Wildtieren. Sollten Bürger die Wildschweine finden und genauere Ortsangaben machen können, sollten sie die Stadtverwaltung (Ordnungsamt) benachrichtigen. „Wir kümmern uns dann und bergen und entsorgen die Tiere“, so Schuppelius.
Am Dienstag wurden gerade wieder durch das Gesundheitsamtdes Landkreisesin Petersdorf und an der Badestelle am Seehotel aktuelle Probengenommen. Für Donnerstag werden die Ergebnisse erwartet. Bisherige Proben – sie werden ab Mitte Mai alle vier Wochen durchgeführt – hatten keine mikrobiologischen Belastungen, sondern ausgezeichnete Badewasserqualität ergeben.

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