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Jugendweihe in der Uckermark

Willkommen im Kreis der Erwachsenen: Nicht nur für Anna Süßenbach, Luise David, Emely Tönnies, Paula Bochmann, Anne-Kathrin Kroß und Johanna Zilliges (von links) aus der Klasse 8a des Templiner Gymnasiums war ihre Jugendweihe ein besonderes Erlebnis.  FOTO: Michaela Kumkar
Willkommen im Kreis der Erwachsenen: Nicht nur für Anna Süßenbach, Luise David, Emely Tönnies, Paula Bochmann, Anne-Kathrin Kroß und Johanna Zilliges (von links) aus der Klasse 8a des Templiner Gymnasiums war ihre Jugendweihe ein besonderes Erlebnis. FOTO: Michaela Kumkar

„Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen. Mach dich auf den Weg.“ Kluge Worte, die Annette Kroß für ihre Tochter zu deren Jugendweihe für einen neuen Lebensabschnitt auswählte, der jetzt begonnen hat. Nicht nur für Anne-Kathrin, sondern auch für 14 ihrer Mitschüler aus der Klasse 8a des Templiner Gymnasiums. Jeder erhielt an diesem Sonnabend aus diesem besonderen Anlass einen Spruch mit auf den Weg, den er sich selbst oder den seine Eltern für ihn aussuchten. Mit entschieden haben die Achtklässler auch, als es um die Themen der Jugendstunden im Vorfeld ging: angefangen vom Knigge-Kurs über einen Besuch im KZ Sachsenhausen bis hin zur Modenschau.

„Ihr seid kaum wiederzuerkennen“, begrüßte Radiomoderatorin Clara Himmel, die durch das Programm der festlichen Stunde im Seniorenlandsitz „An der Buchheide“ führte, die Achtklässler. Wie ihr dürfte es auch vielen Eltern gegangen sein, als ihre Kinder den Saal betraten. „Das war ein total bewegender Augenblick für mich“, gestand beispielsweise die Templinerin Sylvia Steinmüller, deren Tochter Lea zu den Jugendweiheteilnehmern gehörte. Was sagt man als Festredner jungen Menschen an einem für sie so wichtigen Tag? Holger Dehmelt, Schulleiter des Templiner Gymnasiums, verzichtete auf Belehrungen und setzte auf wegweisende Worte: „Die Erkenntnis, ein eigenständiges Wesen zu sein, das seinen eigenen Weg sucht, macht das Erwachsensein zu einem guten Teil aus“, ließ er sie wissen. „Ich wünsche euch eine wunderbare Jugend, bewahrt Freundschaften, verliebt euch, habt eine erfolgreiche Schulzeit und vergesst bei all dem nicht das Leben der anderen.“

So schnell möchten Paula Bochmann und Tobias Raelert ihrer Kindheit übrigens noch nicht auf Wiedersehen sagen. Die beiden bedankten sich im Namen ihrer Mitschüler bei ihren Müttern und Vätern für alle Mühen und Liebe auf dem bisherigen Lebensweg, bei den Eltern, die die Organisation des Festes übernommen hatten, sowie bei Erich und Tina Sokolowsky und Johann Dörschner für die musikalische Darbietungen während der Feierstunde. Bevor die begann, waren Janin Laßahn und Lisa Steffen noch ziemlich aufgeregt, wie sie beim Fototermin verrieten. Jetzt bestimmte Vorfreude auf das Fest mit der Familie ihre Gefühlswelt und eine Erkenntnis: Bei allen bewegenden Worten in Aussicht auf das Kommende „bleibt man doch wie man ist“, so Lisa.

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