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Kontakt zur Engelsburg nicht nur aus Pflichtgefühl

Seit 20 Jahren begleiten Mitarbeiter der Stephanus-Stiftung chronisch mehrfach beeinträchtigte, abhängigkeitskranke Menschen in der Engelsburg, bieten ihnen einen geschützten Lebensraum, leisten aber auch Eingliederungshilfe. 57 Plätze stehen in der Einrichtung zur Verfügung. Die Gemeinde Milmersdorf ist Mitgrundstückseigentümer der diakonischen Wohnstätte. „Nicht nur deshalb finden wir den Kontakt zur Engelsburg wichtig“, so Bürgermeister Klaus-Christian Arndt. „Die Einrichtung und mit ihr die drei Wohngruppen für Kinder und Jugendliche, die von der Tochtergesellschaft firmaris der Stephanus-Stiftung in Milmersdorf, Petersdorf und in der Engelsburg betreut werden, bedeuten für uns ebenso eine Sicherung des Wohnstandortes. Menschen aus der Region finden dort Arbeit, auch durch Bauvorhaben.“ Ganz bewusst sei deshalb der Termin für diese Gemeindevertretersitzung in die Engelsburg gelegt worden, betonte Arndt.
Die nächsten baulichen Veränderungen werden nicht mehr lange auf sich warten lassen, informierte Einrichtungsleiter Thomas Tiede den Bürgermeister und die Gemeindevertreter. „Um die neuen Landesvorgaben für Menschen mit Behinderungen erfüllen zu können, stehen Planungen für bauliche Veränderungen im Haus am Fährsee an. Zwei-Bett-Zimmer sind nicht mehr zeitgemäß. Wir stehen deshalb vor der Herausforderung, für unsere Bewohner Einzelzimmer und genügend Gemeinschaftsräume zu schaffen.“ Außerdem sollen die Wege zwischen den Häusern auf dem Areal behindertengerecht gestaltet werden. Davon werden auch Flächen der Gemeinde Milmersdorf tangiert sein, signalisierte Thomas Tiede Gesprächsbedarf.
Gemeindevertreter Roland Kirsch nutzte die Gelegenheit, um nach freien Kapazitäten der Engelsburg zu fragen. „Die gibt es kaum. Wir sind eine Langzeiteinrichtung ohne Warteliste. Die Menschen, die bei uns einen Platz brauchen, brauchen ihn gleich. Und dass jemand unsere Einrichtung in ein selbstständiges Leben verlässt, passiert selten“, so Thomas Tiede.

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