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„Metalldieben“ per Heli auf der Spur

Am Dienstagabend erfüllte Motorenlärm die Luft über Templin. Zur besten Krimizeit flog ein Helikopter langsam die Bahnlinie in Richtung L 23 Templin-Ahrensdorf entlang. Die Besatzung des Hubschraubers der Bundespolizei suchte Personen, die sich nach Zeugenaussagen an den Gleisen der Strecke zu schaffen machten. Tatsächlich konnten sie aus der Luft die Männer ausfindig machen. Wie sich später herausstellte, verrichteten die vermeintlichen Metalldiebe ganz legal ihr Handwerk. „Es handelte sich dabei um Gleisbauarbeiter, die dort Rückbauarbeiten durchführten“, löste Kai Ruddies von der Bundespolizeiinspektion Angermünde das Rätsel auf.
Was war passiert? Kurz nach 20 Uhr meldete sich bei der Polizei in Prenzlau ein Bürger, der gesehen hatte, wie Männer an der Bahnlinie an den Schienen herumsägten. Weil Metalldiebstahl am Schienennetz in der Uckermark schon öfter vorgekommen war, schalteten die Beamten in Prenzlau die Kollegen der Bundespolizei in Angermünde ein, zu deren Aufgaben die Sicherung des Bahnnetzes gehört. Auch ein Hubschrauber wurde angefordert. Die Suche aus der Luft war schließlich von Erfolg gekrönt, sodass die eingesetzte Polizeistreife zielgerichtet zu den Männern geführt werden konnte. Vor Ort stellte sich heraus, dass Mitarbeiter einer Firma dort die Gleise zurückbauten. Eine Genehmigung konnten sie vorweisen. Warum sie diese Arbeiten auf der stillgelegten Eisenbahnlinie Templin-Prenzlau abends durchführten, konnte gestern bis zum Redaktionsschluss nicht geklärt werden.

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