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von Redaktion
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Dät wier ’n schönen Sommer, un deAust wier dadörch een poor Dog iehrer to En’n as süss.So härr Mudder Tied, met mi no ehre Cousine, Tante Lisa, to führn. De hätt uns all öfter inlod’t, ehr to besöken. Se wohnte met ehre Mudderin de Usedomer Stroot inBerlin. De Mudder heet Tante Jette un wier blind. Dät süll nu mine ierste, grote Reis’ wer’n. Zwee, dree Mol in’t Johr führte Vater jo met uns met Peerd un Wogen no de Verwandschaft no Worth, Beenz orer Triepkendörp. Bloß da wiern wi obends ümmer to Hus.
Ik wier nu vier Johr old un künn ’t janich miehr affluern, bet dät dänn eenes Morgens met Kuffer un Reistasch los jüng. Vater bröchte uns no Nie Placht tum Bahnhoff. Dät wier man een kleinet Dörp, aber de Bahnhoff wier so, as dät sind mütt, met Wartesool, Fahrkortenschalter un een ’n Isenbahner met ne rode Mütz. Wi stegen in’n Zug. Dät Abteil wier jod besett’t, härr jo kum eener ’n Auto tum Reisen.
Mudder härr sich fein mokt, met Kostüm un Strohhot. Dät höl ehr aber nichdavon aff, een kariertet Kökendok öber ehren Rock to leggen un Stullen uttopacken. „Wist du ok wat?“, frög se mi. Nee, nich mang all de Lüd! An Bahnhof Jesundbrunnen holte uns Tante Lisa aff. In de Wohnung wier de Disch fein deckt. No’t Eten jüngen de beiden Fruens in de Köken. Tante Jette red’te leise Hochdütsch met mi un keem met utjestreckte Hän’n up mi to. Dät wier mi jo beids fremd. Met blinde Lüd kennte ik mi nich ut. Ik reet, ümmer met’n Rücken an de Wand lang, vör ehr ut. Dät Stubenfenster wier up un up’t Fensterbrett stünnen Granienpött. In de Iel keem ik dajegen un een poor Pött fölen dree Stockwerk run up de Stroot. De Fruens keemen upjerecht anjerönnt un keeken ut’t Fenster, aber tum Glück is keen Mensch truffen worden.
Den ännern Dach hebben wi Verwandten besökt:Onkel Walter in sien’n Melkloden un Onkel Willem, de ne Bäckerie härr. In ’n Zoo wiern wi ok, aber all de Dierer wiern mi fremd. Ikkennte bloß Peerd, Köhch,un Schwien un all dät Fererveh to Hus up’n Hoff.
Aber dät Schlimmste wier, as ik met Muddern in’t Worenhus Wertheim wier! Se keek sich ümmerzu Sachen an, un ick staunte öber allde Fruens, de an de Sieden lang stün’n un sich nich bewejten. Se höln mi de Hän’n entjegen, as ob se mi „Joden Dach“ seggen wull’n, un ik künn nich änners, ik müßte eene von ehr anfoten. Da keem ne Verkäuferin un schimpte mi ut. „Wo ist denn deine Mutter?“, frög se Jo, dät wüßte ik nu ok nich. Ik bin dänn utropen worden un Mudder wier froh, dät ik werrer da wier. To Hus härr alls siene Ordnung, aber in grote Worenhüser jo ik bloß , wenn’t sind mütt!
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