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Mit dem Kanu und zu Fuß auf den Spuren des Bibers

Das Eis ist endlich weg: „Treibholz“-Inhaber Marcus Thum freut sich auf den Saisonstart mit Kanu und Floß auf dem Küstriner Bach und dem Oberpfuhlsee.
Das Eis ist endlich weg: „Treibholz“-Inhaber Marcus Thum freut sich auf den Saisonstart mit Kanu und Floß auf dem Küstriner Bach und dem Oberpfuhlsee.

„Der Biber war fleißig und hat seine Spuren hinterlassen, mit etwas Glück sind Eisvögel und Gebirgsstelzen zu sehen“, gibt Marcus Thum einen Ausblick auf das Naturschauspiel, das die „Anpaddler“ am kommenden Sonnabend erwartet. Wer nach Schnee- und Eisschmelze einen reißenden Bach zwischen Großem Küstrin- und Oberfuhlsee erwartet, wird indes eines Besseren belehrt. „Der Wasserstand erreicht die notwendigen dreißig Zentimeter, viel mehr sind es aber nicht. Es plätschert eher so dahin“, kündigt der Inhaber der Firma „Treibholz“ an. Vor allem Paddelneulingen, die sich zum ersten Mal auf den idyllischen Wasserlauf begeben, dürfte das ganz lieb sein. Wer sich dennoch nicht auf das kühle Nass wagt, kann sich den Wanderern anschließen, die sich zu Fuß auf die Spuren von Biber und Co. begeben. „Die Teilnehmer erwartet ein reizvoller Einblick in Flora und Fauna entlang des Bachs und im Oberpfuhlmoor“, kündigt Roland Resch vom Förderverein Feldberg-Uckermärkische Seenlandschaft an. Im Rahmen eines Naturschutzgroßprojektes sei hier in den vergangenen Jahren viel passiert, gemeinsame Aktionen mit Tourismusunternehmen böten die Chance, diese Arbeit einem breiten Publikum zu präsentieren. Die Wanderer werden übrigens am Schluss ihrer Tour am Ufer des Oberpfuhlsees auf ein Floß steigen und damit zur anderen Seeseite übersetzen – inlusive Alphornklang und warmer Suppe. „Seit einigen Tagen ist der See so gut wie eisfrei, sollten die letzten Reste bis Sonnabend nicht getaut sein, ist es kein Problem, sie zu umfahren“, blickt Marcus Thum voraus.

„Treibholz“ kann dieses Jahr mit einer bisher nicht dagewesenen Planungssicherheit in die Saison starten. Vom Kreis hat die Firma für den Floßbetrieb auf dem Oberpfuhl- und Zenssee eine Betriebserlaubnis für die nächsten zehn Jahre bekommen. „Wir haben die Situation geprüft und die Ausnahmegenehmigung erteilt. Besser wäre es aber, würde die Stadt die Nutzung ihrer Gewässer in einem Konzept festschreiben“, sagt Umweltamtsleiter Ehrenfried Hartwig.

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b.bruck@uckermarkkurier.de

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