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Naturpark geht auf Partnersuche

Tourismusunternehmen sorgen mit ihren Angeboten dafür, dass der Naturpark Uckermärkische Seen für Urlauber und Gäste erlebbar wird. Jetzt können einige von ihnen ganz offiziell Naturpark-Partner werden.
Tourismusunternehmen sorgen mit ihren Angeboten dafür, dass der Naturpark Uckermärkische Seen für Urlauber und Gäste erlebbar wird. Jetzt können einige von ihnen ganz offiziell Naturpark-Partner werden.

Nicht zum Blind-Dating war geladen, sondern schlicht zum Workshop. Als Auftakt zu einem Projekt, dessen Ergebnis der Aufbau einer „naturtouristischen Partner-Initiative“ zwischen dem Schutzgebiet und seinen Tourismusanbietern ist. Ziel, so erläuterte Projektmanagerin Sabine Bauer, ist „eine starke Partnerschaft aus Naturschutz und Tourismus“, die sich „gemeinsam für eine nachhaltige touristische Entwicklung der Naturpark-Region engagiert“. Mit anderen Worten: Der Naturpark ist so lebendig und attraktiv, wie es die Akteure vor Ort sind. Und der Gast profitiert davon, denn er kann Natur, Kultur und regionale Produkte auf bundesweit einheitlich hohem Qualitätsniveau genießen. Diese Initiative gehört zum bundesweiten Partnernetzwerk der Nationalen Naturlandschaften, das von Europarc Deutschland koordiniert wird, dem Dachverband der Nationalparke, Biosphärenreservate und Naturparke in Deutschland. Bisher gibt es in 17 deutschen Naturlandschaften über 550 Nationalpark-, Biosphärenreservats- und Naturpark-Partner. Noch dieses Jahr sollen aus der Region die ersten dazukommen. Denn die „Partnerbörse“ war Startschuss für das Naturparkgebiet, ähnliches passiert zeitgleich im östlichen Teil des Kreises für den Nationalpark Unteres Odertal. Unterstützt wird die Anfangsphase vom EU-Programm Leader, das seit 1991 innovative Aktionen im ländlichen Raum fördert.

Naturpark-Partner kann werden, wer sich mit den Schutzzielen des Naturparks identifiziert und den Nachweis erbringt, dass er regional und nachhaltig wirtschaftet. Da sich die Initiative als Netzwerk sieht, verstehen sich die Bereitschaft zur Kooperation und das Bemühen, die Gäste über den Naturpark und die Partner-Initiative zu informieren, von selbst. Ferienhausvermieter oder Inhaber von Pensionen, Dienstleister wie Naturführer sowie Anbieter von Kanuverleih und anderen Freizeitangeboten sind in der ersten Partnerschaftsrunde zum Mitmachen aufgerufen. Künftig sollen auch Produzenten regionaler Produkte dazu gehören.
Was habe ich davon, Nationalpark-Partner zu sein? Eine Frage, die nicht nur Ferienhausvermieterin Anna Michel aus Netzow bewegte. „Sie haben zum Beispiel einen Informationsvorsprung bei Neuigkeiten aus dem Naturpark, wir empfehlen bei Anfragen natürlich unsere Partner und ihnen steht mit dem Netzwerk eine gute Werbeplattform zur Verfügung“, erläuterte der Naturpark-Chef. Er verwies auch auf die Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch und zur Fortbildung sowie die Chancen gemeinsamer Angebotsentwicklung und -vermarktung unter dem gemeinsamen Partner-Logo.

In den kommenden Monaten wird ein Katalog mit Kriterien entstehen und Fragebögen gehen an die potenziellen Partner. Ganz nach dem Motto „Drum prüfe…“ schließt sich daran ein Vor-Ort-Termin mit Gesprächen an, bevor ein Vergaberat über die Bewerbung der Interessenten entscheidet. Die dann mit Logo und Urkunde ganz offiziell Partner und damit Aushängeschild des Naturparks sind.

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