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Notruf, Bootshupe und die Pumpe für den Mund

Zur Ausstattung eines Rettungswagens gehört auch dieses Messgerät, mit dem Puls und Sauerstoffsättigung im Blut gemessen werden können. Wie es funktioniert, demonstrierte Daniela Kienast von der Wasserwacht Templin Schülern aus der Goethe-Schule.
Zur Ausstattung eines Rettungswagens gehört auch dieses Messgerät, mit dem Puls und Sauerstoffsättigung im Blut gemessen werden können. Wie es funktioniert, demonstrierte Daniela Kienast von der Wasserwacht Templin Schülern aus der Goethe-Schule.

VonMichaela Kumkar

Klappern gehört zum Handwerk. Das gilt auch für das DRK. Mitten in Templin gewähren Mitarbeiter des Ortsvereins Einblicke in ihre Arbeit.

Templin.Sorgen um ihren Blutdruck braucht sich Marianne Kieprowski nicht zu machen: „Der ist wie bei einem jungen Mädchen“, lobt Andrea Pietsch, Mitarbeiterin des DRK Pflegeteams, nachdem sie die Manschette vom Arm der Groß Schönebeckerin wieder abgenommen hat. Eigentlich war Marianne Kieprowski gerade mit ihrem Mann auf dem Weg zum Fotografen. Der freundlichen Einladung zu einem Mini-Gesundheitscheck auf dem Templiner Markt konnte sie nicht widerstehen. Schwester Rita Bleek, zuständig für den Bereich ambulante Pflege, ist auch mit allen anderen gemessenen Blutdruckwerten zufrieden. „Nur einem Mann haben wir empfohlen, seinen Hausarzt aufzusuchen.“ Sie und ihre Kolleginnen beantworten an diesem Vormittag auf dem Marktplatz auch Fragen zum Hausnotrufgerät, zur häuslichen Krankenpflege und zu Möglichkeiten des betreuten Wohnens in Templin. Nebenan sind Wasserwachtler präsent, Mitglieder des DRK-Ortsvereins geben Informationen in Sachen Erster Hilfe. Die Türen eines Rettungswagens sind weit geöffnet, das Spielmobil darf nicht fehlen.
Die Präsenz der Rotkreuzler hat mit dem Weltrotkreuztag zu tun, der in diesem Jahr mit einem Jubiläum verbunden ist: „Diese Organisation gibt es seit 150 Jahren“, erklärt Ortsvereinsvorsitzende Hannelore Kalina Erst- und Zweitklässlern aus der Templiner Goethe-Grundschule. Im Rettungswagen stellt Justin Daniela Kienast von der Templiner Wasserwacht eine wichtige Frage: „Hast du hier auch eine Pumpe für den Mund?“ Sie braucht nicht lange zu überlegen, was der Junge meint, und zeigt ihm die Atemmaske. Ihr Kollege Uwe Kunz lässt die Grundschüler ausprobieren, welche Signale es auf dem Rettungsboot gibt und zeigt ihnen, wo sich der Anker befindet.
Mandy Rinke, beim DRK unter anderem zuständig für den Bereich Erste Hilfe, freut sich darüber, dass viele Kinder aus den Klassen Flex A und B wissen, welche Telefonnummer sie in Notfällen wählen müssen und welche Informationen für die Leitstelle wichtig sind. Sie lobt außerdem die Unbefangenheit der Kinder, wenn es um Erste Hilfe geht. „Bei Erwachsenen ist das nicht immer so.“ Ihnen empfiehlt Mandy Rinke deshalb, ihre Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen. „Bei wem der letzte Erste Hilfe Kurs 20 Jahre zurückliegt, der hat dringenden Nachholbedarf.“

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m.kumkar@uckermarkkurier.de

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