Nordkurier.de

Sind Menschen in Gefahr, hört der Spaß auf

„Mit 9,47 Minuten ziemlich langsam. Eineinhalb Fehler. Aber alle haben die Leistungsprüfung bestanden“, so Prüfer Jürgen Steffen. Templins Feuerwehrchef Horst Hagedorn (50) ist erleichtert und macht zugleich klar, dass das Wissen auch bei den Kameraden sitzen muss. „Das ist das A und O. Das Rüstzeug des Feuerwehrmannes. Wenn um 23.45 Uhr der Pieper geht, kann er auch nicht erst im Handbuch nachschlagen...“.

Für den Aufbau der Wasserversorgung zwischen See und Pumpe, der zur Leistungsüberprüfung Löschangriff gehört, war am Sonnabendvormittag Jens Flehmer eingeteilt. Der Familienvater ist seit 24Jahren bei der Feuerwehr und meisterte die Sache tadellos. Die kleinen Fehler nimmt er sportlich: „Ich kann damit leben, wenn der Schlauch nicht exakt liegt. Nicht akzeptieren kann ich, wenn durch Fehler Menschenleben gefährdet werden.“
Jens Flehmer, der noch drei Monate als Hausmeister in der Goetheschule tätig ist und bisher keine berufliche Perspektive sieht, wurde – wie weitere Templiner – für einen Hochwasser-Einsatz „angepiepst“. Seine Bereitschaft hatte der Vietmannsdorfer sofort erklärt. Diesmal wird der 40-Jährige nicht benötigt. „Ich war schon des Öfteren bei Hochwassereinsätzen“, erklärt er. Am Sonnabend kann er ganz ausgeruht an die Leistungsabnahme gehen.

Weil die Feuerwehr immer mehr bei Unfällen helfen muss, absolvieren die Feuerwehrleute auch noch die zweite Leistungsüberprüfung zur Technischen Hilfeleistung. Bei der legen sich neben den Gastgebern auch Kameraden aus Grunewald und Milmersdorf ins Zeug. Sie zeigen den Gästen der 130-Jahrfeier der Templiner Feuerwehr die Bergung von Verletzten aus einem Pkw.

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×