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Templin profiliert sich als Kunstoase

Nicht nur mit einem Anliegen ans Amt lohnt es sich, ins neue Rathaus zu kommen. Einheimische wie Touristen können dort die Galerie im Rathaus des Kunstvereins mit ihren wechselnden Ausstellungen, zurzeit von Sonja Eschefeld, besichtigen.
Nicht nur mit einem Anliegen ans Amt lohnt es sich, ins neue Rathaus zu kommen. Einheimische wie Touristen können dort die Galerie im Rathaus des Kunstvereins mit ihren wechselnden Ausstellungen, zurzeit von Sonja Eschefeld, besichtigen.

Bei einer Ortsbegehung des Bürgermeisters 2012 in Groß Dölln wurde die Idee geboren und der Tourismus-Marketing Templin GmbH ins Hausaufgabenheft geschrieben: Inzwischen liegt der neue Flyer vor.
Bürgermeister Detlef Tabbert übergab ihn symbolisch bei der jüngsten Ausstellungseröffnung im neuen Rathaus Templin an den Kunstverein der Stadt: den „Kunst- und Kreativpfad“ für Templin und Umgebung, in dem sich sage und schreibe 40 Künstler und Kreativschaffende wiederfinden. Möglicherweise sind noch nicht mal alle erfasst, die in ihren großen und kleinen Ateliers Kunst und Kunsthandwerk frönen, Besuchern gern ihre Türen öffnen und auch Malerei und Grafik, Fotos, Textilarbeiten, Skulpturen, Keramik oder andere kunsthandwerkliche Produkte fertigen und verkaufen. Ein öffentliches „Schaufenster“ bekamen damit Musiker genauso wie Autoren und Theaterleute. Erfasst sind darüber hinaus fünf Galerien und Ausstellungen. Und wer wusste schon, dass im Ortsteil Hammelspring Arthur Fritz Sandbilder kreiiert oder in Groß Dölln die Kostümbildnerin Sissi Zaccardelli ihre Heimstatt gefunden hat.
Der Kunst- und Kreativpfad könne Touristen Inspiration sein für Ausflüge ins Templiner Umland, sagte Wirtschaftsförderin Dana Schöttler, die das Projekt von städtischer Seite begleitete. „Es wird nicht bei dieser ersten Auflage bleiben“, ist sie nach überwiegend positiver Resonanz von Künstlern überzeugt. In künftigen Auflagen sollten dann auch die Kunsthöfe nicht nur den Ortsteilen, sondern auch den Orten selbst zugeordnet werden. Auch MKC-Chefin Kathrin Frese wolle sich mit ihrem Know-how in Neuauflagen noch stärker einbringen, ließ Dana Schöttler durchblicken. Der Bürgermeister würdigte bei der offiziellen Übergabe der „Künstlerkarte“ Kunst und Kultur als wichtigen Wirtschaftsfaktor im Thermalsoleheilbad. Künstler sorgten mit dafür, dass sich Besucher in der Stadt wohlfühlten.
Detlef Tabbert wünschte sich, dass möglichst viele Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen mit den Flyern bestückt werden. Er sei gespannt zu erfahren, wie viele Besucher dadurch in die Ateliers finden und Werke erwerben. Er versicherte dem Kunstverein, stets an dessen Seite stehen zu wollen.

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