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Templiner Schnauze gibt Zügel nicht aus der Hand

In ein neues Gespann hat Gerald Marks noch einmal investiert.  FOTO: Sigrid Werner
In ein neues Gespann hat Gerald Marks noch einmal investiert. FOTO: Sigrid Werner

„Totgesagte leben länger“, sagt der Templiner Gerald Marks verschmitzt. Mit 64, da andere schon vom Ruhestand träumen, sattelt er sogar noch auf. Gerade hat er in ein neues Gespann samt Kutsche investiert.
11 000 Euro sind kein Pappenstiel. Mindestens zwei Jahre wird er dafür mit den beiden sieben Jahre alten Warmblütern über Feld und Flur rund um Templin fahren, bis sich die Investition amortisiert hat. Wenn es nach ihm ginge, würde er die Zügel auch in 50 Jahren noch nicht aus der Hand geben. Gebucht wird er von Hotels, Touristinformation oder von privat.
„Ich kann nicht ohne Pferde“, sagt Gerald Marks, der im El Dorado schon im Stunt-Team waghalsige Kutschfahrten hingelegt hat. Kutsch- und Kremserfahrten – ob nun mit der neuen familienfreundlichen Wagonette für sieben Personen oder mit der Kutsche für 16 bis 18 Gäste – das ist seine Welt. Nicht nur Stadt-Exkursionen sind möglich, sondern auch Ausflüge zu Geburtstagen und Familienfeiern aller Art von vier bis sechs Stunden. „Schließlich hab ich noch weitere Gespannpferde, kann also wechseln“, erzählt Kutscher. Die Auslastung sei gut. Fahrgäste sollten sich am besten schon drei Wochen vorher anmelden. Die „Original Templiner Schnauze“, wie er sich selbst bezeichnet, sorgt nicht nur dafür, dass die Gäste die schönsten Ecken kennenlernen, sondern dass Stimmung aufkommt hinter dem Bock. Schließlich redet der Templiner, wie ihm der Schnabel gewachsen ist, deftig, derb, vor allem lustig. So manch eine Anekdote über Templin und die Templiner hat er parat. Ob alle wirklich verbürgt sind? „Hauptsache, die Leute haben Spaß und behalten Templin in guter Erinnerung“, so das Motto von Marks, dessen Tiere nach wie vor auf der Koppel an der Kurmeile zu beobachten sind.
 

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