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Templins Bürgermeister lässt sich in die Karten gucken

Warum er Bürgermeister werden wollte, fragten Schüler aus der 6c der Grundschule „Am Egellpfuhl“ Templins Verwaltungschef Detlef Tabbert unter anderem.  FOTO: Michaela Kumkar
Warum er Bürgermeister werden wollte, fragten Schüler aus der 6c der Grundschule „Am Egellpfuhl“ Templins Verwaltungschef Detlef Tabbert unter anderem. FOTO: Michaela Kumkar

VonMichaela Kumkar

Sechstklässler der Grundschule „Am Egelpfuhl“ laden Detlef Tabbert ein, um ihn zu interviewen. Dabei halten sie auch mit ihren eigenen Wünschen nicht hinter dem Berg.

Templin.Gespannt stehen Emma, Lucia und Amelie auf dem Schulhof und beobachten das Eingangstor zur Grundschule „Am Egelpfuhl“. Sie erwarten den Templiner Bürgermeister. Detlef Tabbert will ihnen und ihren Mitschülern aus der 6c im Fach Politische Bildung – unterrichtet wird es von Lehrer Stefan Schulz-Günther – etwas über seine Arbeit erzählen. Lara und Jasmin haben den wichtigsten Mann in Templin eingeladen. Die Klasse will wissen, was ein Bürgermeister zu tun hat, wenn er eine Stadt verwaltet. Er sei nicht der Bestimmer über alle, schickt Detlef Tabbert voraus. „Die Bürger tragen Verantwortung für das, was in der Stadt passiert. Sie wählen dafür Stadtverordnete, die ihre Interessen vertreten sollen. Sie treffen die politischen Entscheidungen, die die Verwaltung umsetzt. Und diese Verwaltung wird vom Bürgermeister geleitet“, erklärt er den Sechstklässlern. Warum er Bürgermeister werden wollte? „Freunde haben mich angesprochen, ob ich diese verantwortungsvolle Aufgabe nicht übernehmen will. Mit den Stadtverordneten zusammen einiges für Templin zu bewegen, das hat mich gereizt“, antwortet Detlef Tabbert. „Haben Sie ei-
gentlich noch Freizeit und wenn ja, was machen Sie dann?“, fragt ihn Emma. Ein Acht-Stunden-Arbeitstag sei natürlich nicht die Regel für einen Bürgermeister, antwortet er und verrät auch, dass er in seiner Freizeit gern zur Jagd geht.
Eric will in Erfahrung bringen, ob aus dem leer stehenden Gebäude in der Lychener Straße, wo früher ein Möbelmarkt war, eine Skaterhalle wird. „Die Stadt kann die leider nicht bauen, aber wir können einen Investor mit solchen Plänen unterstützen“, so der Bürgermeister. Dank der Frage von Jonas erfahren die Sechstklässler, dass Detlef Tabbert ein Fan von Hertha BSC ist und etwas für den SC Victoria Templin übrig hat.
Dann dreht Detlef Tabbert den Spieß um und fragt die Schüler, was sie an ihrer Schule ändern würden: die Sporthalle vergrößern (Eric), eine Cafeteria bauen und die Klassenräume farblich neu gestalten (Emma), mehr Lehrer einsetzen (Lucia), mehr Lehrer einstellen, damit nicht nur Lehrerinnen hier arbeiten (Nicklas)…
Ob sich Emma, Lucia und Amelie ihren Bürgermeister so vorgestellt haben? „Nein, eigentlich nicht. Wir haben gedacht, er führt ein Luxusleben, wie man es aus dem Film kennt, mit großem Auto und großer Villa. Aber er ist eigentlich ganz normal…“

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m.kumkar@uckermarkkurier.de

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