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Ultimativer Test: Wie lange läuft das Wasser nach?

Jürgen Lemke von der AG Energiekonzept und Wirtschaftsförderin Dana Schöttler von der Stadtverwaltung nahmen den Wettbewerbsbeitrag der Goetheschüler entgegen und würdigten deren Engagement beim Energiesparen an der Schule. Als Dank gab es erst mal kleine Templin-Souvenire.  FOTO: Sigrid Werner
Jürgen Lemke von der AG Energiekonzept und Wirtschaftsförderin Dana Schöttler von der Stadtverwaltung nahmen den Wettbewerbsbeitrag der Goetheschüler entgegen und würdigten deren Engagement beim Energiesparen an der Schule. Als Dank gab es erst mal kleine Templin-Souvenire. FOTO: Sigrid Werner

VonSigrid Werner

Templiner Goetheschüler beweisen im Energiewettbewerb kriminalistischen Spürsinn und finden selbst an ihrer frisch sanierten Einrichtung Energieeinsparpotenziale.

Templin.Die ersten beiden Schulen haben ihre Wettbewerbsbeiträge zum Energiewettbewerb der Templiner Grundschulen eingereicht – die Egelpfuhlschule und in dieser Woche auch die Sechstklässler der Goetheschule.
Für ihren Film über regenerative Energien und Energieeinsparpotenziale bewiesen die Goetheschüler im Neigungsunterricht unter Anleitung von Sylvia Feller geradezu kriminalistischen Spürsinn. Nicht nur, dass sie sich mit den Möglichkeiten und Grenzen der verschiedenen Energieformen experimentell auseinandersetzten – sie gingen auch in ihrer Schule und zu Hause auf Spurensuche nach Energieverlusten.
„Wir haben zum Beispiel festgestellt, dass die Bildschirme im Computerkabinett manchmal von uns vergessen werden auszuschalten, da laufen manche volle zwei Tage lang“, berichtete Jasper Gotthardt. Paul Behmler und seine Freunde fanden heraus, dass die Türen in der Cafeteria und im Schulgebäude nur im Zeitlupentempo zufallen und so möglicherweise gerade in der kalten Jahreszeit zu Wärmeverlusten führen. Till Köhler und Max Ahrenhold testeten die Bewegungsmelder in der frisch sanierten Schule und prüften, wie lange es dauert, bis in der Schule die Lampen ausgehen und wie viel Wasser durch die automatischen Wasserhähne rauscht. Viel zu lange und noch zu viel, stellten die Kinder fest. Inzwischen hat die Verwaltung schon einmal nachjustiert, bestätigte Marko Koch vom Bauamt.
Für das, was die Kinder selbst beeinflussen können, hat Fabian Behm, der Kameramann im Team, mit seinen Mitschülern ein Logo entworfen, das vervielfältigt und laminiert wird, um es als Denkstütze an potenzielle Energiefresser-Stellen, zum Beispiel die Computer, zu pinnen. Pauline Jeske, Katja Uecker und Jasmin Henning probierten mit den Experimentierkästen an der Schule aus, wie aus Licht Strom wird und dieser einen Propeller antreiben kann. Auch für Wasser und Wind als Energiequelle wurden einfache Versuchsanordnungen ausgetüftelt. Das Ergebnis hat die Sechstklässler überzeugt. Für Jasper, Fabian und Paul steht nach dem einen Jahr Arbeit am Beitrag für den Energiewettbewerb fest: Wind- und Solarenergie haben in Brandenburg die größten Potenziale, konventionelle Energieträger zu ersetzen. „Die gehen einfach nicht zur Neige“, sagen sie.

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s.werner@uckermarkkurier.de

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