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„Wir sind verliebt in Templin“

Ausgiebig inspizierten Besucher des Kunst- und Trödelmarktes in Templin das Angebot an den Ständen. Zu sehen gab es einiges, über 30 Händler hatten sich angemeldet.
Ausgiebig inspizierten Besucher des Kunst- und Trödelmarktes in Templin das Angebot an den Ständen. Zu sehen gab es einiges, über 30 Händler hatten sich angemeldet.

Noch bevor Angelika Meißner und Domenika Namyslo ihren Stand auf dem Templiner Marktplatz an diesem Sonnabendvormittag richtig aufgebaut haben, stehen auch schon die ersten Kunden an. Sie begutachten den „Trödel“ der beiden Schwestern. „Na klar, lassen wir mit uns handeln, das ist hier schließlich ein Flohmarkt“, versichert die Templinerin Domenika Namyslo einer Frau, die sich für eine kleine Messingschale mit Henkel interessiert. Schnell wird man sich handelseinig, wechselt die Schale den Besitzer.
Wie an jedem ersten Sonnabend im Monat seit dem Start in die diesjährige Tourismussaison ist Kunst- und Trödelmarkt am Historischen Rathaus, organisiert von der Tourismus-Marketing Templin GmbH. Ein Blick auf die Nummernschilder der Händler verrät, dass manche einen weiten Weg zurückgelegt haben, um hier dabei zu sein. Mit den weitesten vermutlich Helga und Peter Bornschein. Sie kommen aus Rostock. Was sie in die Uckermark verschlägt? „Wir sind begeisterte Camper und tingeln mit unserem Wohnwagen durch Deutschland. An Templin kommen wir einfach nicht vorbei. Das ist so eine prima Stadt mit einem schönen Umfeld, wir lieben Templin einfach“, sagt Helga Bornschein. Seitdem ihre erste Enkeltochter auf der Welt ist, strickt sie leidenschaftlich gern. So entsteht Bekleidung für Puppen aller Art und Größen, die sie an ihrem Stand anbietet. „Gerade erst war eine Dame hier, die für eine Puppe aus ihren Kindertagen etwas Passendes suchte“, so die Rostockerin. Der Frau konnte sie natürlich helfen.
Zusammen haben Lucy Tuchen, Ronja und Robin Gantzke sowie Juliane Holzheu aus Templin ihre Kinderzimmer durchforstet und das herausgefunden, was sie nicht mehr brauchen: unter anderem Autos, Puppensachen, Bücher und jede Menge CD. „Unsere Eltern kommen ab und zu vorbei und gucken, wie es läuft. Profis im Feilschen sind wir zwar noch nicht, aber das wird noch“, meint Ronja. Für die teureren Spielsachen haben die Vier einen Preis festgelegt. Bei Büchern und CD fragen sie die Interessenten, was sie bereit sind dafür zu geben.
Ziemlich bepackt steuert die Berlinerin Heidemarie Unger ihr Auto an. Sie sammelt Kaffeekannen und hat an einem Stand gleich drei entdeckt, die sie unbedingt haben musste. „Obwohl der Platz dafür in unserer Wohnung langsam knapp wird“, gesteht sie lachend. Zum nächsten Trödelmarkt in Templin will sie ihren Mann mitnehmen. Er habe zwar mit Kaffeekannen nichts am Hut, „aber hier werden ja so viele verschiedene Sachen angeboten, da findet er bestimmt auch etwas für sich“.
 

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