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Backe, backe Wunschberufe

Wie die kleinen Reporter: Diese Mädchen und Jungen aus der Klasse 5b der Regionalen Schule Ueckermünde wollen alles ganz genau wissen. Zum Beispiel von Bäckermeister Jörg Reichau, welche Körner auf die Brötchen kommen.  FOTO: S. Weirauch
Wie die kleinen Reporter: Diese Mädchen und Jungen aus der Klasse 5b der Regionalen Schule Ueckermünde wollen alles ganz genau wissen. Zum Beispiel von Bäckermeister Jörg Reichau, welche Körner auf die Brötchen kommen. FOTO: S. Weirauch

Von unserem Redaktionsmitglied
Simone Weirauch

Es kommt selten vor, dass jemand mit zwölf Jahren schon genau weiß, was er werden will. Aber es kann hilfreich sein, bereits im Schüleralter zu schauen, welche Berufe es hier in Vorpommern gibt. In
der Regionalen Schule Ueckermünde gehört das zum Schulprogramm. In dieser Woche haben die Schüler mehrere Betriebe kennen gelernt.

Grambin.Obwohl er seine Schicht in der Grambiner Backstube schon hinter sich hat, kommt Bäckermeister Jörg Reichau an diesem Vormittag ganz schön ins Schwitzen. Dafür sorgen die Schüler der Klasse 5b aus der Regionalen Schule Ueckermünde. Sie besuchen ihn in seiner Backstube und wollen alles über die Arbeit eines Bäckers und das Backhandwerk wissen. In dieser Woche erkunden die Schüler mehrere Betriebe in der Region und wollen wissen, wo und wie man hier arbeiten kann. Damit kann man gar nicht früh genug beginnen, meint Schulsozialarbeiterin Ramona Gronow. Genau. Darum gehört die Berufsfrühorientierung zum Programm der Regionalen Schule Ueckermünde.
Die Schüler haben sich sehr gut auf ihre Firmenbesuche vorbereitet. Sie haben viele Frage, und da geht es nicht nur um Brotrezepte und lecker Sahnetorte, sondern auch um handfeste betriebliche Abläufe. Was ist eine Bäckerei-Filiale? Wie viel Geld verdient ein Angestellter beim Bäcker? Warum ist Jörg Reichau Bäcker geworden und wie lange will er in diesem Beruf arbeiten? Hat seine Bäckerei eine Zukunft, wo es doch inzwischen schon überall Brötchen gibt?
Der Bäckermeister hat bei keiner Frage gekniffen. So erfahren die Schüler auch, dass das Bäckerhandwerk in der Familie bald in fünfter Generation weitergegeben wird, dass am Herrentag ein neues Café am Stadthafen eröffnet wird und dass ein Bäckermeister auch mit einem Millionen-Umsatz noch lange nicht zum Millionär wird. Was die Schüler noch nicht wissen: Die Stadt Ueckermünde hat Bäckermeister Jörg Reichau für die Auszeichnung als Unternehmer des Jahres vorgeschlagen.
Weil es beim Besuch in der Backstube so verführerisch nach Brot und Brötchen duftet, haben Bäcker Reichau und die Innungskrankenkasse die Schüler aus Ueckermünde gleich zu einem gesunden Frühstück mit viel Obst, Gemüse und natürlich mit frischen Brötchen eingeladen.

Kontakt zur Autorin
weirauch@nordkurier.de

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