Mo. 21. Mai 2012
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Kommunen von Redaktion

Das Haff-Kino bleibt eine Baustelle

Die Ueckermünder Volksbühne ist mehr als 100 Jahre alt. Jetzt gehört das Haus der Stadt und wird betrieben von Alexander Erinski.  FOTO: S. Weirauch
Die Ueckermünder Volksbühne ist mehr als 100 Jahre alt. Jetzt gehört das Haus der Stadt und wird betrieben von Alexander Erinski. FOTO: S. Weirauch
Von Redaktionsmitglied
Simone Weirauch

Wenn in Ueckermünde weiterhin Kinofilme laufen sollen, dann muss die
Stadt noch mal richtig
in das Kinogebäude
investieren. Die Brandschutzbestimmungen sind streng. Werden die Auflagen nicht erfüllt,
wird der Landkreis die Betriebserlaubnis entziehen.

Ueckermünde.Da staunten die Mitglieder im Fachausschuss Bau, Ordnung und Sicherheit nicht schlecht: Die Ueckermünder Volksbühne muss unbedingt saniert werden. Die Betriebserlaubnis steht ansonsten auf dem Spiel. Das Bauamt rechnet mit knapp 600000 Euro Baukosten. Die gute Nachricht: Die Stadt muss davon nur ein Viertel selbst tragen.
Heizung, Wärmedämmung und das Dach sollen erneuert werden. Der Brandschutz verlangt, dass jeder Kinosaal einen extra Fluchtweg hat. Die elektrischen Anlagen stammen noch aus DDR-Zeiten, die Decke ist leicht entflammbar – das alles ist nicht mehr zulässig, informierte Bauamtsleiter Jürgen Kliewe und sprach aus, was jeder in der Runde irgendwie schon geahnt hatte.
Im Zuge der brandschutztechnischen Sanierung soll auch eine neue Brennwerttechnik und Dachdämmung installiert werden. Ein erweitertes Foyer würde zudem ermöglichen, die Sanitäranlagen zu verbessern und ein WC für Behinderte einzubauen. „Wenn aus Schwerin rechtzeitig eine Förderzusage eintrifft, könnten wir noch in diesem Jahr mit den Bauarbeiten beginnen“, so Kliewe.
Auch wenn die Stadtvertreter und berufenen Bürger im Fachausschuss von diesen unerwarteten Aufgaben leicht überrumpelt schienen, setzte sich doch die Erkenntnis durch: Die Ueckermünder können es sich nicht leisten, die Volksbühne zu schließen. Auch die enthusiastische Arbeit des Kinobetreibers und seiner Mitstreiter wurden gewürdigt.
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