
| Brände |
von Silvio Wolff
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Nur noch ein paar verkohlte Balken sind übrig vom einst wohnlich ausgebauten Dachboden. Kein Bett, kein Tisch – nichts stand am Mittwochmittag mehr auf dem komplett ausgebrannten Aufbau. Der hölzerne Dachboden des Ahlbecker Hauses fing zuerst Feuer. Als die Feuerwehr kurz nach 7 Uhr in der Dorfstraße 20 ankam, stand er bereits lichterloh in Flammen. Gut 50 Kameraden rückten aus, um das Schlimmste zu verhindern. Doch wirklich retten konnten sie das 1995 erbaute Haus nicht mehr.
Das Gebäude brannte völlig aus. Der Schaden wird auf fast 250 000 Euro geschätzt. „Die Familie ist gut rausgekommen“, berichtet der Einsatzleiter Jürgen Junge. Das ist das Wichtigste, immerhin waren oben die Kinderzimmer. Gegen Mittag blickt er auf die Reste des Hauses. Ein paar Rauchwolken steigen von den tief schwarzen Balken noch auf. Kreuz und quer liegen die Sachen im Erdgeschoss und auch drumherum liegen Trümmer des einst so schönen Wohnhauses.
Bürgermeisterin ist stolz auf ihre Truppe
Bis das Feuer gelöscht werden konnte, dauerte es eine Zeit, so Jürgen Junge. Gleich drei Leitungen mussten durch das ganze Dorf gelegt werden, um genügend Wasser zu bekommen. Ein Schlauch war bis zu 400 Meter lang. „Doch es hat gut geklappt“, betonte die Bürgermeisterin Angela Zeisler. Sie ist stolz auf ihre Truppe und natürlich auch auf die Wehren der Nachbargemeinden. Angela Zeisler war gleich kurz nach 7 Uhr vor Ort und half später bei der Versorgung der Einsatzkräfte.
Auch der Amtswehrführer Jürgen Junge war zufrieden mit seinen Jungs. Immerhin war es kein leichter Einsatz. „Es war schon gefährlich“, so der Fachmann. Ein Innenangriff war nicht möglich. So mussten die Kameraden von außen löschen. Hilfreich dabei waren besonders die zwei Leiterwagen der Torgelower und Ueckermünder Wehren. Weniger hilfreich dagegen waren die Schaulustigen, die zum Ärger der Helfer den Einsatz etwas behinderten.
Die Bewohner des Hauses kamen gleich in Ferienwohnung unter
Schnell geholfen hat dagegen die Gemeinde. Die Einwohner, zwei Frauen im Alter von 47 und 69 Jahren sowie ein 14-jähriges Mädchen, kamen sofort in einer Ferienwohnung unter. Sie befanden sich beim Ausbruch des Feuers noch im Haus und riefen die Polizei.
Die Brandursachenermittler waren gleich am Vormittag vor Ort. Die Ermittlungen dauern momentan noch an. Ein technischer Defekt kann nach ersten Erkenntnissen nicht ausgeschlossen werden. Insgesamt war die Feuerwehr mit zehn Fahrzeugen im Einsatz. Ebenfalls unter ihnen die Luckower und die Eggesiner. Sie waren nicht das erste Mal zu einem Hausbrand nach Ahlbeck gekommen. Erst vor vier Jahren brannte dort ebenfalls ein Wohnhaus komplett nieder.
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