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Das Oldtimer-Herz kann bald wieder im Zweitakt schlagen

Ulrich Duckwitz (links) und Direktor Stanislaw Horoczko mit dem Herzen für den F-9. [KT_CREDIT] FOTOs: M. Näther
Ulrich Duckwitz (links) und Direktor Stanislaw Horoczko mit dem Herzen für den F-9. [KT_CREDIT] FOTOs: M. Näther

VonMichael Näther

Technische Daten
wie Drei-Zylinder-Reihe, Zwei-Takt-Otto, 900 ccm,
28 PS erinnern an längst vergangene Zeiten im Automobilbau. 1950 wurde in den damaligen
HORCH-Werken in Zwickau ein Automobil namens
F-9 produziert, und ein solches Auto wartet in einem Stettiner Museum auf seine Restaurierung. Bis vor wenigen Tagen fehlte dem Oldtimer noch das Herz.
Ein Pasewalker sorgte
jetzt für ein Happy End.

Uecker-Randow/Stettin.Echte Freundschaften unter Rallyefreunden kennt keine Ländergrenzen. So ist es auch im Falle der Eggesiner Motorsportler vom Verein „rallye trans“. Sie haben seit einiger Zeit einen heißen Draht zum Stettiner Museumfür Technik und Kommunikation. „Als wir vor fast genau einem Jahr zum Stoewer-Museums-Jubiläum in Wald-Michelbach waren, haben wir mit dem Direktor des Museums, Stanislaw Horoczko, auch über dieses Auto, den F 9, gesprochen und ihm zugesagt, ihn bei der Suche nach einem Motor zu unterstützen“, erinnert sich der Pasewalker Oldtimerfreund und Restaurator Ulrich Duckwitz. Das Versprechen wurde gehalten, denn „nun, nach fast einem Jahr der Recherche in alle Richtungen und auf allen Ebenen ist es gelungen, diese Motorenrarität aufzutreiben, und da wir sowieso gerade in Stettin zur Vorbereitung der nächsten Rallyeveranstaltungen zu tun hatten, haben wir den Motor gleich noch im Museum vorbeigebracht und damit noch eine nachträgliche Osterfreude ausgelöst.“, sagt Rudi Duckwitz.
Die Eggesiner Rallyefreunde sind aber auch bei anderen Technik-Begeisterten der Region zu Gast, nämlich bei der Rallye „Dampf und Diesel“ am 4. Mai in Pasewalk. Startberechtigt sind bei dieser Veranstaltung nicht nur Oldtimer, sondern auch Fahrzeuge jüngerer Baujahre. Es ist eine grenzüberschreitende touristische Automobilausfahrt, die am Museum für Technik und Kommunikation in Stettin eine andert-
halbstündige Pause einlegt und am Nachmittag am Pasewalker Lokschuppen endet.
Dass aber schon einige Oldtimer auf den Start der Rallye Stettiner Haff im Juni warten, weiß der Direktor der Veranstaltung mit Blick auf die Nennliste zu berichten. Bis zum Wochenende haben sich bereits 44 Teilnehmerteams angemeldet. Alle ausgeschriebenen Klassen sind besetzt. Das heißt, am 7. Juni werden am Start Motorräder, Automobile verschiedener Baujahre und Lastkraftwagen zu sehen sein. Informationen zur Rallye gibt es auf der Internet-Seite des Vereins.
Bei zwei Jubiläumsveranstaltungen waren die Eggesiner Rallyefreunde schon vor einigen Wochen zu Gast. Sie haben dabei viele gute Bekannte getroffen, denn zu 50 Jahre „Rallye Lutherstadt Wittenberg“ und 50 Jahre „Rallye (Wismut) Erzgebirge“ haben sich natürlich viele Rallyebegeisterte aus alten Tagen eingefunden. Beide Rallyeveranstaltungen wurden 1962 in der damaligen DDR konzipiert und hatten über die Jahre hinweg die verschiedensten Prädikate inne – DDR-
Tourenwagen-Meisterschaft, Pokal der sozialistischen Länder bis hin zu einem Wertungslauf in der Rallye-Europa-Meisterschaft.
In den vergangenen Jahren sind die Eggesiner fast regelmäßig bei diesen Veranstaltungen zu Gast gewesen und haben ihren Favoriten die Daumen gedrückt. Auch zu den Fahrtleitern der Rallyes, Marianne Rehan und Heinz Müller, haben die Uecker-Randower gute Kontakte. „Vor so viel Engagement kann man nur die Rallyekappe ziehen“, sagt der Berliner Rallyesekretär Jürgen Kaufmann und verweist zugleich darauf, dass die „Rallye Stettiner Haff auch schon zwölf wird.“www.rallye-trans.de

Kontakt zur Redaktion
red-pasewalk@nordkurier.de

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