Nordkurier.de

Der Retter der zum Sperrmüll Verdammten

Siegfried und Monika Mielke sind immer mal wieder in der Leopoldshagener Heimatstube zu Gast. Das Ehepaar nutzte auch den gestrigen Tag der Museen, um sich wieder einmal die Ausstellung anzuschauen. Einige Stücke haben sie gesponsert.  FOTOS: K. Müller
Siegfried und Monika Mielke sind immer mal wieder in der Leopoldshagener Heimatstube zu Gast. Das Ehepaar nutzte auch den gestrigen Tag der Museen, um sich wieder einmal die Ausstellung anzuschauen. Einige Stücke haben sie gesponsert. FOTOS: K. Müller

VonKatja Müller

Viele alte Dinge landen auf dem Sperrmüll oder Schrottplatz, doch bei Helmut Gollatz finden sie ein ganz besonderes Plätzchen. Seit 20 Jahren sammelt er Seltenes und Schönes für die Leopoldshagener Heimatstube.

Leopoldshagen.Zwischen alten Büchern, Fotos und Werkzeug verbringt Helmut Gollatz einen großen Teil seiner Freizeit. Und das seit nunmehr 20 Jahren. Und er tut es ohne Aufwandsentschädigung, darauf legt der Leopoldshagener viel Wert. Zu recht. Ihm sei es lieber, dass das Geld, sofern etwas da ist, für die laufenden Kosten der Heimatstube investiert wird. „Ich sehe meine Arbeit hier als Hobby und mache das gerne. Denn nicht nur die älteren Besucher erfreuen sich an der Vielzahl der Ausstellungsstücke“, sagt Gollatz. Auch gestern zum Tag der Museen hatte er die Türen der Heimatstube weit geöffnet. Aber nicht nur das. Auch die Mitglieder des Dorfclubs und der Bürgermeister haben die Veranstaltung unterstützt. „Zum 20. Jubiläum wollten wir das Ganze ein bisschen größer aufziehen“, erklärte Werner Hackbarth. Der Bürgermeister hatte auch die Feuerwehr als Unterstützer gewinnen können und so lockte nicht nur das große Plakat an der Dorfkirche, sondern auch das Traditionsfahrzeug der Wehr viele Besucher in die Heimatstube. Manche kamen sogar direkt aus der Nachbarschaft und gehören zu Stammgästen, wie Monika und Siegfried Mielke. Die Mönkebuder haben auch schon selbst viele Ausstellungsstücke gesponsert. „Immer wieder findet man etwas, das zum wegwerfen zu schade ist. Dann bringen wir es hier her. Denn Helmut Gollatz kann es jedes Mal gebrauchen“, freut sich das Ehepaar. „Es ist auch besonders wichtig, das für die Nachwelt zu erhalten. Viele Dinge sind von Hand geschmiedet, so etwas bekommt man heute doch wirklich nur noch in Museen oder Heimatstuben zu sehen“, erklärt Monika Mielke. Und auch gestern gab es ein Geschenk für die Heimatstube Leopoldshagen, eine Wäschemangel. Wolf-Dieter und Louise Schulz aus Ueckermünde haben sie der Heimatstube vermacht. „Das erfreut unser Herz. Wir haben zwar schon eine Wäschemangel, doch diese ist noch funktionstüchtig. Damit lassen sich noch Schauvorführungen machen“, freute sich Helmut Gollatz.

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×