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Der Teufel höchstpersönlich fährt auch einen heißen Ofen

Von unserem Redaktionsmitglied
Katja Müller

Sie ist Teufelszeug – die Maschine von Peter Späth. Der Bikertreff-Präsident hat damit schon zwei Pokale gewonnen.

Eggesin.Sie ist ein Einzelstück, die Chopper des Teufels. Der Eggesiner Bikertreff-Präsident Peter Späth hat viel Liebe zum Detail und viel Arbeit in seinen heißen Ofen gesteckt – vom Geld mal abgesehen. „Die mit der dicken Brieftasche lassen sich eine teure Harley liefern. Am besten direkt bis vor die Haustür. Echte Biker kennen ihre Maschine – jede Schraube“, meint der Vereins-Präsident, von allen „Teufel“ genannt.
Viele Stunden, Nächte, Wochen und Monate hat er schon geschraubt, probiert, geschweißt. Denn „einfach nur eine Harley“ sollte es nicht werden. So hat der „Teufel“ die Chopper mit einem Santee-Rahmen ohne jegliche Federung und mit Rev-Tech-Motor ausgestattet.
Wie schnell sie fährt? Er schüttelt den Kopf. „Das will man wohl lieber nicht ausprobieren“, sagt er mit einem verschmitzten Lächeln. „Das kann man nicht ausfahren.“ Diese Chopper ist ein Eigenbau und besitzt auch einen eigenen Namen: Hooligan. Nicht nur an der gesamten Maschine sind einzelne Elemente mit dem Schriftzug eingebaut, auch in den Papieren ist der Name eingetragen. „Ich bin kein böser Krawallbruder. Das soll nur Respekt einflößen.“ Es sei eben eine Höllenmaschine für den „Teufel höchstpersönlich“.
Der Ueckermünder Biker ist ein wahrer Bastelfreund, und diese Leidenschaft wurde auch schon zweimal belohnt. Beim größten Bikertreffen des Landes in Malchin bekam er 2011 den ersten Platz in der Kategorie „Best of Custombike“. Eigentlich war der Pokal schon vergeben. „An einen, der nur die Kreditkarte gegeben hat. Ich kam später auf den Platz. Und er musste den Pokal abtreten“, erzählt er und lacht laut aus vollem Herzen los. Im vergangenen Jahr gab es einen Pokal für den „besten Chopper-Umbau“. Der Teufel ist noch lange nicht fertig. „Sie muss noch lackiert werden und auch sonst sind ein paar Kleinigkeiten zu machen“, sagt er und fummelt die Elektrik wieder in das Kondom unter dem Sitz. „Bei dem Wetter muss man improvisieren – ich habe bis gestern Abend um zehn in der Garage gesessen und da dran geschraubt“, erklärt er.

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