Do. 05. April 2012
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Gesundheit von Redaktion

Die neue Gesundheitskarte ist da

So sieht die neue Gesundheitskarte der DAK künftig aus. [RS_CREDIT] FOTO: DAK
So sieht die neue Gesundheitskarte der DAK künftig aus. [RS_CREDIT] FOTO: DAK
Ueckermünde/Pasewalk.
Welche Vorteile die elektronische Gesundheitskarte bringt,
verrät Uta Reich von
der DAK-Gesundheit Pasewalk/Ueckermünde.

Die Bundesregierung hat die
Einführung der elektronischen Gesundheitskarte beschlossen. Was verspricht man sich davon?
Die neue elektronische Gesundheitskarte ermöglicht mit ihrer Technik zukünftig eine sichere und geschützte Kommunikation zwischen Arztpraxen, Krankenhäusern, Apotheken und Krankenkassen. Alle an der Behandlung Beteiligten bekommen in kürzester Zeit einen umfassenden Überblick über die Behandlungsdaten und die Arzneimittelhistorie des Patienten. Das reduziert Doppeluntersuchungen und die Verordnung ungeeigneter Arzneimittel und optimiert die Arbeitsabläufe spürbar.

Also bringt die neue Karte viele Vorteile?
Absolut! In naher Zukunft sind alle wichtigen Gesundheitsdaten für die Leistungserbringer schnell und einfach verfügbar. Auch der Versicherte behält den Überblick über seinen eigenen Gesundheitsstatus wie Allergien, vorhandene Impfungen oder medikamentöse Behandlungen. Die durchgängige elektronische Prozesskette sorgt für Transparenz und vermeidet daher unnötige Verzögerungen. Hinzu kommt, dass die elektronische Gesundheitskarte mit einem Lichtbild des Patienten ausgestattet ist, wodurch ein Karten-Missbrauch verhindert werden kann.

Bei so viel Transparenz stellt sich die Frage nach dem Datenschutz. Werden private Gesundheitsangaben öffentlich?
Nein. Jeder Versicherte entscheidet selbst, ob und welche medizinischen Daten auf dem Mikrochip seiner Karte gespeichert werden. Bei den aktuellen Karten ist diese Funktion noch nicht verfügbar. Später gibt man dann seine Einwilligung durch die Eingabe einer persönlichen Geheimnummer. Auch alle an der Behandlung Be-
teiligten erhalten eine eigene Karte, den so genannten Heilberufeausweis. Um an die sensib-
len Daten zu gelangen, müssen
zukünftig also Behandler und
Patient ihre jeweilige Karte in
ein Lesegerät einstecken und zusätzlich ihren PIN-Code eingeben.

Die Zusatzfunktion ist noch nicht verfügbar. Was bieten denn die Gesundheitskarten, die die DAK-Gesundheit derzeit herausgibt?
Die elektronische Gesundheitskarte enthält Vor- und Nachnamen, ein Lichtbild sowie Name und Kennung der DAK-Gesundheit. Hinzu kommt die Europäische Krankenversichertenkarte auf der Rückseite, die unsere Kunden bei medizinischen Notfällen im europäischen Ausland absichert. Außerdem enthalten die Karten die neue, lebenslang gültige Krankenversichertennummer, die der Kunde auch beim Wechsel der Kasse behält. Das spart dem gesamten Gesundheitssystem in Deutschland langfristig viel Geld.

Immer wieder hört man, dass Arztpraxen oder Krankenhäuser die Annahme der elektronischen Gesundheitskarte verweigern.
Wir befinden uns derzeit in einer Übergangsphase von der alten Karte zur neuen elektronischen Gesundheitskarte. Da sind hier und da Verzögerungen möglich. Die Krankenkassen sind zur Einführung gesetzlich verpflichtet. Seit Oktober 2011 ist die elektronische Gesundheitskarte neben der bisherigen Karte gültiger Versicherungsnachweis. Nach einer Parallelphase wird sie der allein gültige Versicherungsnachweis sein. Die Ärzte werden also früher oder später die erforderlichen technischen Geräte anschaffen müssen.

Was bedeutet der Parallel-
betrieb für die Kunden?
Alle Kunden der DAK-Gesundheit besitzen vorübergehend zwei Karten, um in der Übergangsphase optimal ausgestattet zu sein. Hat ein Arzt noch kein Lesegerät, kommt die herkömmliche Krankenversicherungskarte wie gewohnt zum Einsatz. Laut Bundesregierung wird die elektronische Gesundheitskarte schon bald die herkömmliche Karte vollständig ablösen. Wer Fragen zum Thema hat, bekommt alle Antworten in den Servicezentren der DAK-Gesundheit oder im Internet unter: www.dak-gesundheitskarte.de.

Die DAK-Gesundheit in Ueckermünde/Pasewalk
bietet einen kostenlosen Fotoservice an.

Ueckermünde/Pasewalk.Die elektronische Gesundheitskarte(eGK) wird in diesem Jahr eingeführt. Sie löst die aktuelle Krankenversicherungskarte ab.Die Ausstattung aller Versicherten mit der neuen Karte wurde durch den Gesetzgeber beschlossen. Die Gesundheits-
experten der DAK-Gesundheit in der Uecker-Randow-Region unterstützen ab sofort die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte mit einem besonderen Service. Rund 12000 Versicherte in der Uecker-Randow-Region werden im Verlaufe des Jahres die neue Karte erhalten. Sie werden in den nächsten Tagen und Wochen schriftlich aufgefordert, ein Lichtbild abzugeben. Wer möchte, kann das Foto auch gleich im Servicezentrum der DAK-Gesundheit, Ueckerstraße 77, in Ueckermünde beziehungsweise Am Markt 8a in Pasewalk anfertigen lassen.
Dort hat die Kasse als besonderen Service jeweils eine Foto-Einheit installiert. „Wer die Bildabgabe nicht zu Hause online machen kann oder kein passendes Foto hat, kommt einfach zu uns“, sagt Uta Reich, Chefin der DAK-Gesundheit in Ueckermünde/Pasewalk. „Das Foto ist kostenlos, und wir können es sofort einreichen. Aufgrund der hohen Nachfrage bieten wir zusätzliche Termine an. Rufen Sie uns einfach an und vereinbaren einen individuellen Fototermin.“ Telefon: 03977154440 beziehungsweise 03973 200950.
Von Beginn an bietet die neue Karte einen verbesserten Schutz gegen Missbrauch. Das Lichtbild des Versicherten erleichtert die Identifikation der Patienten in Praxen, Apotheken und Kliniken. Der moderne Mikroprozessor-Chip auf der Karte ermöglicht künftig einen deutlich verbesserten Datenschutz gegenüber der herkömmlichen Krankenversichertenkarte.
Zukunftsweisend sind die möglichen Anwendungen wie das elektronische Rezept oder die Online-Mitgliedschaftsprüfung. Auch der Arztbrief, die Patientenakte und persönliche Notfalldaten könnten in Zukunft mit der Karte realisiert werden. Ob und welche dieser
neuen Anwendungen der elektronischen Gesundheitskarte genutzt werden sollen, entscheidet dabei allein der Karteninhaber.

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