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Eggesiner knattern in der PS-Hölle

Seit Mitte 2012 ist der Bikertreff Eggesin e.V. in der Planung und dem Aufbau eines eigenen Stock-Car-Teams. Hier war der Verein beim ersten Jahresrennen in der Basepohler PS Hölle am Start.
Seit Mitte 2012 ist der Bikertreff Eggesin e.V. in der Planung und dem Aufbau eines eigenen Stock-Car-Teams. Hier war der Verein beim ersten Jahresrennen in der Basepohler PS Hölle am Start.

VonKatja Müller

Wer bremst, verliert! Dröhnende Motoren, aufgewirbeltes Erdreich
und krachendes Blech.
Dort fühlen sich auch die Mitglieder des Eggesiner Bikertreffs zu Hause. Denn nicht nur auf zwei Rädern sind die Männer und Frauen gern unterwegs.

Eggesin.Schrauben, schweißen und schnell fahren. Peter Späth und seine Motorradfreunde des Eggesiner Bikertreffs e.V. gönnen sich nur selten eine freie Minute. Der Vereinspräsident, von allen nur „Teufel“ genannt, hat nicht nur eine Leidenschaft für knatternde Zweiradmotoren, sondern sich seit einigen Monaten auch dem Stock-Car-Rennen verschrieben. Schnell und laut muss es sein. Und natürlich auch Eindruck schinden.
So hat der „Teufel“ nicht nur ein Händchen für das Schrauben an seinem Custom-Bike, sondern auch das Stock-Car bekommt viel Zeit und vor allem Liebe zum Detail des Eggesiners. Zusammen mit seinem Team vom Bikertreff Eggesin hat er bereits im Sommer 2012 mit den Vorbereitungen für das erste Rennen begonnen. „Ein Auto musste her und dann ging die Arbeit richtig los.
Oft bis in die Nacht saßen die Bastler und Tüftler an dem Wagen, um ihn für die ersten Rennen flott zu machen. Und sie hatten Erfolg. Denn nicht nur beim ersten Jahresrennen am 20. und
21. April haben sich die Eggesiner erfolgreich gegen die Konkurrenz in der Basepohler „PS Hölle“ durchgesetzt. Für einen Pokal hat es nicht gereicht, doch der Vereinspräsident ist dennoch sichtlich stolz. „Der Umbau von einem normalen Pkw zu einem Rennauto ist sehr zeitaufwendig, und daher haben wir uns umso mehr darüber gefreut, dass unser Stock-Car alle fünf Läufe ins Ziel gekommen ist und unsere harte Arbeit damit belohnt wurde“, erklärt der „Teufel“ Peter Späth. Mit jeder Runde stieg die Angst, dass eines der Teile nicht halten könnte. Denn immerhin wirken bei so einem Rennen nicht nur die Fliehkräfte in der Kurve. „Da geht es schon ein bisschen härter zur Sache, kleine Kratzer sind eher Streicheleinheiten“, sagt er und lacht.

Nicht nur Spaß,
auch Geld ist nötig
Aber mit viel Liebe zum
Detail und einigen Schweißperlen auf der Stirn ist es nicht getan. „So ein Hobby kostet auch, und wie bei allen Vereinen ist unsere Kasse nicht gerade prall gefüllt“, sagt der „Teufel“ und zieht die Augenbrauen nach oben. Für die nächsten Rennen und auch die Vereinsarbeit werden händeringend weitere Sponsoren gesucht. „Wir sind froh über jeden Cent, den wir bekommen. Denn wir wollen mit dem Stock-Car-Team natürlich auch was für die Jugend machen. Hier können Frauen und Männer hinter das Steuer. Wichtig ist doch, dass sie eine Aufgabe haben. Ein Hobby, das ihnen Spaß macht. Keiner muss auf der Straße rumlungern“, sagt der Vereinspräsident.
Jeden Freitag treffen sich die Mitglieder des Eggesiner Bikertreffs e.V. in ihrem Vereinsheim. Und dort ist auch für die Kleinsten immer etwas im Angebot. „Wir haben einen kleinen Rennfahrer,
Justin Ramp, der ist begeistert Pocket-Bike-Fahrer“, erzählt Späth. Für den jungen Biker wurden sogar schon kleine Rennen organisiert. „Welcher kleine Jung träumt nicht von einem Pokal? Man muss sich eben etwas einfallen lassen“, erklärt der Vereinspräsident und schaut
optimistisch in Richtung Sommer: „Wir hoffen, dass wir den Motorsportinteressierten in der nächsten Zeit noch einiges berichten können!“

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