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Eichhörnchen landet als Pokal beim Leo-Team

VonLutz Storbeck

Kann man die Kinder von heute noch mit Abenteuern im Wald vom Computer weglocken? Kann man, wie sich gestern bei der Waldolympiade im Forst von Rothemühl gezeigt hat. Immerhin mehr als 60 Mädchen und Jungen haben sich beteiligt.

Rothemühl.Klar, in so einem Wald mit mächtigen Buchen und hohen Fichten, mit Tierspuren und Riesenlaubhaufen, mit versteckten Weihern und stillen Pfaden ist es viel abenteuerlicher als im Klassenzimmer. Auf die Anziehungskraft des Waldes haben jene gesetzt, die auch in diesem Jahr Grundschüler zur Waldolympiade eingeladen hatten. Den Försterhut dafür hatte Angelika Schwerdtfeger auf, die gemeinsam mit ihren Kollegen vom Forstamt Rothemühl die Olympiade vorbereitet und auch die sechs Stationen betreut hat. Bei dieser speziellen Olympiade standen allerdings nicht nur die körperlichen Leistungen im Mittelpunkt. Zwar mussten sich die Schüler beim Überqueren von Hindernissen am Seil schon mächtig anstrengen und beim Weitsprung waren Schnelligkeit und Kraft gefragt. Doch an der letzten Station beispielsweise ging es ums Wissen. Denn dort hatten es Theo, Linda und Lukas von der Anklamer Grundschule Gebrüder Grimm mit allerlei kniffligen Fragen zu tun. Revierförster Marco Liefhold hatte sieben Tafeln an die mächtigen Buchenstämme gepinnt. Darauf zu sehen waren Waldmaus, Wildschwein, Rotwild, ein Reh, das Eichhörnchen der Fuchs und ein Waldkauz. Auf einer grünen Decke fanden sich Dinge, die den Tieren zugeordnet werden mussten, ein Stück Fell zum Beispiel oder Abwurfstangen, dazu Bilder von Spuren und so weiter. Die Anklamer machten das ganz gut. Sie hatten sehr viele Punkte für ihr Wissen gesammelt.
Aber eine Truppe konnte noch mehr erreichen. Die nur neun Kinder zählende Mannschaft der Grundschule aus Leopoldshagen nämlich hatte nach dem Abschluss aller Stationen insgesamt 100 Punkte. Und darauf waren zum Beispiel Johann Schlumm und Paul Schwarz besonders stolz. Beide hatten an der Station Kombinationsschnitt gezeigt, dass sie schon gut mit der Säge umgehen können. Ihr Aststück zeigte gute Schnitte. Als das Ergebnis dann verkündet wurde, kannte der Jubel des Leopoldshagen-Teams keine Grenzen. Groß war die Freude über den Pokal, aber recht klein waren die Abstände zu den anderen Teams – nur zwei und fünf Punkte trennten die Mannschaften.
Angelika Schwerdtfeger war zufrieden mit der Resonanz bei den drei angetretenen Teams. Allerdings hat sie die Grundschule Jatznick vermisst. „Sie hatten sich zwar angemeldet, sind aber nicht erschienen“, bedauerte die Forstfrau.

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