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Einbruchsterror gegen Unternehmer und Wehr

VonLutz Storbeck

Nach der dreisten Klau-Serie in Altwarp gibt es nun schon wieder Einbrüche, und diesmal haben die Täter offenbar ganz gezielt in Luckow nach Beute Ausschau gehalten. Das Perverse dabei - die Kriminellen haben nicht nur einen Unternehmer, sondern auch die Feuerwehr bestohlen.

Luckow.Trotz schönen Wetters war es gestern in Luckow kein schöner Tag. In der Nacht zum Freitag nämlich hatten sich Ganoven in dem kleinen Ort ausgetobt. „Es gibt drei Tatorte“, bestätigten gestern Vormittag die Beamten vom Kriminaldauerdienst (KDD) aus Anklam. Sie waren seit kurz nach 8 Uhr vor Ort, sahen sich um und sicherten Spuren – soweit die vorhanden waren. Eingebrochen haben der oder die Täter in das Gerätehaus der Luckower Feuerwehr. Wehrchef Heinz Krüger und zwei andere Kameraden stand der Frust über den dreisten Einbruch noch deutlich ins Gesicht geschrieben. Und viel gesagt wurde auch nicht, als die Feuerwehrleute den Schaden begutachteten. „Die haben die Eingangstür aufgebrochen und dann die Verbindungstür“, konstatiert Heinz Krüger sachlich. Der Raum mit den Schutzanzügen und anderen Ausrüstungsgegenständen hat die Einbrecher offenbar nicht interessiert, dafür waren sie in der Fahrzeughalle ganz aktiv. „Die wussten genau, was sie suchen“, sagt der Wehrleiter und öffnet die Tür eines Anhängers. Daraus haben die dreisten Ganoven ein Stromaggregat geklaut, auch das Zubehör fehlt. „Und von einem anderen Auto haben sie die Motorsäge gestohlen“, ergänzt der Wehrführer. Alles in allem ist ein Schaden von etwa 6300 Euro entstanden. Glück im Unglück: die Sachen sind versichert, sodass der Schaden wohl ersetzt wird. Allerdings kann das dauern, und wenn zwischenzeitlich ein Einsatz ansteht, bei dem Aggregat oder Säge gebraucht werden, dann sieht es schlecht aus.
Noch stärker geschädigt worden ist aber ein ortsansässiger Unternehmer. Bei dem Luckower, der gleich gegenüber dem Feuerwehrhaus wohnt, und dessen Eltern, deren Haus auch nicht weit entfernt ist, haben die Kriminellen einen ungleich größeren Schaden angerichtet. Die Polizei geht davon aus, dass die Schadenshöhe bei etwa 29000 Euro liegt. Gestohlen wurden auch in diesen beiden Fällen Werkzeug und andere Arbeitsgeräte, unter anderem Rüttler. In der Garage ließen sie zahlreiche Werkzeuge und eine Simson mitgehen. Für den Unternehmer, der eine Firma für Pflaster- und Außenarbeiten betreibt, ein sehr herber Verlust. Bislang gebe es keine Spur zu den Tätern. „Die Einbrüche haben zwischen 22 und 6 Uhr morgens stattgefunden, aber niemand hat etwas gesehen“, sagte Polizeisprecherin Denise Lemke.

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