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Ganz schön abgefahrener Theaterstoff

Eine gefährliche Puppe, eine Reise nach Mallorca und eine tote Mutter - klingt merkwürdig, war aber der Inhalt eines Theaterstückes, das Schüler jetzt aufführten. [KT_CREDIT] FOTOs: ST. Peters
Eine gefährliche Puppe, eine Reise nach Mallorca und eine tote Mutter - klingt merkwürdig, war aber der Inhalt eines Theaterstückes, das Schüler jetzt aufführten. [KT_CREDIT] FOTOs: ST. Peters

VonStefanie Peters

Junge Laien-Schauspieler des Ueckermünder Greifen-Gymnasiums zeigten bei einer Aufführung, dass sie ganz schön viel Theater machen können. Und das mit viel Kreativität. Davon konnten sich nun die siebten Klassen überzeugen.

Ueckermünde.Die Geschichte beginnt mit einem Abstecher in den kleinen Theaterfundus hinter der Bühne des Ueckermünder Greifen-Gymnasiums. „Sucht euch drei Dinge aus und macht daraus eine bühnenreife Geschichte,“ so die Aufgabe von Kathrin Bresina und Christel Ränke, die seit mehreren Jahren die Theatergruppe der Schule betreuen. Dass das nicht so einfach war, stellte sich im Verlauf des Schuljahres heraus, in dem die Gruppen über die Inhalte diskutierten, Texte schrieben, Requisiten anfertigten und letztendlich daraus ein komplettes Theaterstück machten.
Das Ergebnis sahen Schüler der siebten Klassen dann am Ende der vergangenen Woche bei der traditionellen Aufführung „Schüler spielen für Schüler“. Sie waren an diesem Vormittag nicht nur Zuschauer, sondern auch Jury, denn sie sollten mittels Stimmzetteln das beste Stück und die talentiertesten Schauspieler küren. Die Aufführungen begannen mit einem gefährlichen Geschenk. Die Puppe der Nachbarin verbreitete Angst und Schrecken und nach einem seltsamen Anruf reisten die Hauptdarsteller um Henrikje Roth mit einem mysteriösen Koffer nach Mallorca, wo letztendlich die Mutter auf schreckliche Art zu Tode kam. „Ziemlich abgefahrene Geschichte,“ raunte es im Publikum. Die zweite Geschichte rankte sich um ein Märchenbuch, einen Besen und Feigling-Schnaps. Hier wurden altbekannte Märchenfiguren zum Leben erweckt und brachten das Leben von Dominique mächtig durcheinander. Teil drei entführte die Zuschauer ins Wunderland der Facebook-Königin, die ihren Sohn Charly und das gesamte Reich tyrannisierte. Ein Happy End gab es nicht, denn Königin Janin überlebte ein geplantes Attentat durch Wiebke, die von einem sprechenden Nussknacker beauftragt wurde.Die Kreativität in den Schülerköpfen schien grenzenlos und manchmal etwas gewöhnungsbedürftig, aber die Laiendarsteller überzeugten durch Spielfreude und Engagement. Bei der Schülerjury machten Henrikje Roth, Klasse 7, und Gustav Kern, Klasse 9, als Lieblingsschauspieler das Rennen. Das gefährliche Geschenk der ersten Gruppe entpuppte sich schließlich als beliebtestes Stück. Die Sieger konnten sich über süße Geschenke ihrer Lehrer freuen, denn Pokal, Handy und Fotoapparat waren aus Schokolade und verschwanden prompt auf mysteriöse Weise im Mageninneren. Stoff für eine Fortsetzung scheint also gegeben.

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