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Gemeinsam Berührungsängste abbauen

Reintraut Prey, Ursula Falk, Agata Fuhrmann und Barbara Mortensen (v.l.) haben die letzten Details für das integrative deutsch-polnische Tierparkfest besprochen.  FOTO: K. Müller
Reintraut Prey, Ursula Falk, Agata Fuhrmann und Barbara Mortensen (v.l.) haben die letzten Details für das integrative deutsch-polnische Tierparkfest besprochen. FOTO: K. Müller

VonKatja Müller

Oft reicht ein Lächeln, um Grenzen zu überwinden.
Und darauf setzt auch
das integrative deutsch-polnische Tierparkfest. Am 15. Juni wird im Ueckermünder Tierpark gefeiert.

Ueckermünde.Alle guten Dinge sind drei. Und so hat der Tierpark Ueckermünde gemeinsam mit dem Behindertenbeirat des Landkreises drei Projekt angeschoben. Und das erste lässt gar nicht mehr lange auf sich warten. Denn schon am nächsten Wochenende, 15. Juni, findet das integrative deutsch-polnische Tierparkfest statt. Denn auch die Bildungspädagogische Einrichtung für Kinder mit motorischer Behinderung aus Police beteiligt sich am Projekt. Gut 6500 Euro kosten die drei Projekte zur „integrativen deutsch-polnischen Begegnung“. 85 Prozent der Kosten werden aus dem Fonds für kleine Projekte der Euroregion Pomerania (Interreg IVa) übernommen. Die restlichen Kosten trägt der Tierpark.
Los geht das Fest am 15. Juni bereits um 11 Uhr mit Schaufütterungen bei den Fischottern. Um 13 Uhr wird der Hunger der Lamas gestillt. Um 14 Uhr ist die Schaufütterung der Löwen geplant und dort wird das Fest dann auch offiziell für die deutschen Gäste eröffnet.
Das integrative deutsch-polnische Programm läuft aber den ganzen Tag, betont Reintraut Prey vom Tierpark Ueckermünde. Auch zahlreiche Workshops sind geplant. So gibt es zwischen 11.30 Uhr und 15.30 Uhr ein Treffen mit Tieren, ein Theaterstück vom polnischen Verein für Menschen mit geistiger Behinderung sowie einen Gestaltungsworkshop für Kinder. Aber auch ein Chorsingen sowie Tanzen auf Rollstühlen steht auf dem Programm. Das Ameos Pflegehaus Christophorus bietet zudem kreatives Gestalten an.
„Dieses Fest ist wichtig. Denn auch sonst sind Menschen mit Behinderungen im Tierpark zwar willkommen, aber sie trauen sich oft nicht. Das soll sich mit diesem Fest ändern“, sagt Ursula Falk vom Behindertenbeirat. „An diesem Tag werden Behinderte keine Exoten sein. Sie sollen Berührungsängste abbauen und sich freuen. Einfach mal glücklich sein, das würden wir gern erreichen“, ergänzt Ursula Falk.

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