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Geschichte, so richtig zum Anfassen

So sieht es aus, wenn Darsteller in historischen Uniformen eine Szene aus den Befreiungskriegen nachstellen. [KT_CREDIT] FOTOs: ZVG
So sieht es aus, wenn Darsteller in historischen Uniformen eine Szene aus den Befreiungskriegen nachstellen. [KT_CREDIT] FOTOs: ZVG

Seit einigen Jahren gibt es Vereine, die sich mit der Darstellung geschichtlicher Ereignisse befassen. Es sind zumeist Männer, die in historische Uniformen schlüpfen. Besonders beliebt: Szenen aus den Befreiungskriegen gegen
die napoleonische Fremdherrschaft. Bei solchen Spektakeln haben auch schon Schützen vom Haff tatkräftig mitgewirkt – sie wollen demnächst in Blumenthal ein eigens historisches Biwak aufbauen. Zuschauer sind dann sehr gern gesehen.

Ueckermünde.Die „1. Vorpommersche Böllerkompanie des Kreisschützenverband Uecker-Randow 1994 e.V.“ als Traditionsformation des Kreisschützenverbandes Uecker-Randow befasst sich seit einigen Jahren auch mit der lebendigen Darstellung historischer Ereignisse der napoleonischen Zeit. Seit mehreren Jahren wirken Mitglieder der Böllerkompanie bei einigen historischen Gefechtsdarstellungen zur napoleonischen Ära in Landin, Leipzig und Möckern mit. Das Jahr 2013 ist in besonderem Maße von der Erinnerung an die historischen Ereignisse der Befreiungskriege 1813/14 geprägt. So wollen die Böllerschützen den diesjährigen Museumstag zum Anlass nehmen, um Ereignisse aus jener Zeit vor 200 Jahren nachhaltig darzustellen. Große Gefechte und Schlachten gab es in der Uecker-Randow-Region zwar nicht. Aber so manche Episode könnte sich hier auch so abgespielt haben.
In diesem Sinne wird auf dem Geländes des Schützenvereins „Greif“ Blumenthal ein kleines militärhistorisches Biwak in Blumenthal aufgebaut. Befreundete militärhistorische Gruppen von der Schützengesellschaft Bernau, vom 1. Gardeartillerie-Regiment zu Landin und vom MHSC Bernau werden an den Darstellungen mitwirken.
So werden am 11. und 12. Mai einige Szenen aus dem Jahr 1813 nachgestellt. Höhepunkt soll am 11. Mai nachmittags die Darstellung eines Scharmützels bei Blumenthal sein, in welchem eine aus der Festung Stettin ausgebrochene französische Abteilung durch eine in Ueckermünde stationierte preußische Einheit und mit Hilfe einer Landsturm-Einheit gestellt wird. Es werden zudem an beiden Tagen Szenen nachgestellt, die auch den Patriotismus und die Opferbereitschaft der Bevölkerung im damaligen Pommern würdigt. So ist geplant, eine Musterung und Einschreibung Freiwilliger und die Sammlung von materiellen Mitteln nach dem Motto „Gold gab ich für Eisen“ nachzustellen.
Das Programm:Freitag, 10. Mai: am Nachmittag Anreise der Mitwirkenden und Aufbau des Biwaks; Sonnabend: ab 15 Uhr „Gold gab ich für Eisen“, danach Musterung und Einschreibung von Freiwilligen, ab 16 Uhr Darstellung des Scharmützels bei Blumenthal, dann statische Waffenschau und Biwakbesichtigung; Sonntag: ab 9.30 Uhr Appell zur Eröffnung des Museumstages,10 Uhr „Gold gab ich für Eisen“, ab 10.20 Uhr Musterung und Einkleidung der Freiwilligen und Vorstellung der Teilnehmer, dann Einübung der Freiwilligen und Exerziertraining.mwe

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