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Hier ist es tierisch einfach, den Nachbarn besser zu verstehen

Deutsche und Polen trafen sich kürzlich im Ueckermünder Tierpark. Und zwar zum Tandemlernen, also zum gemeinsamen Lernen. Ihnen wurde von verschiedenen Dozenten ein interessantes Unterrichtsprogramm geboten. [KT_CREDIT] FOTO: P. Höhne
Deutsche und Polen trafen sich kürzlich im Ueckermünder Tierpark. Und zwar zum Tandemlernen, also zum gemeinsamen Lernen. Ihnen wurde von verschiedenen Dozenten ein interessantes Unterrichtsprogramm geboten. [KT_CREDIT] FOTO: P. Höhne

VonPeter Höhne

Deutsche und polnische Sprachschüler trafen sich im Ueckermünder Tierpark. Dabei standen die Tiere und Pflanzen gleich in zweierlei Hinsicht im Mittelpunkt. Einmal war beides einfach hübsch anzuschauen und zum zweiten eigneten sich die Blumen sowie die Zwei-und Vierbeiner perfekt, um die Sprache des jeweils anderen zu lernen.

Ueckermünde.Tandemlernen stand wieder auf dem Programm. Das ist eine Veranstaltung, bei der sich Sprachschüler der Vereinigten Volkshochschule Pasewalk und Sprachschüler aus Debno, Polen, zum gemeinsamen Lernen treffen. Und das nun schon zum vierten Mal. Sehr herzlich fiel deshalb die Begrüßung aus. Zunächst einmal wurden alte Bekanntschaften aufgefrischt. Nach einem kleinen Frühstück und offizieller Begrüßung ging es dann schließlich gleich zur Sache. In kleinen gemischtsprachigen Gruppen absolvierten die Teilnehmer bei verschiedenen Dozenten ein interessantes Unterrichtsprogramm.
Die Aufgabe bestand darin, auf verschiedene Situationen in der jeweiligen Fremdsprache zu reagieren, die Tier-und Pflanzenwelt des Tierparks fremdsprachlich darzustellen oder aber einfache Wegebeschreibungen zu fertigen. Die einzelnen Projekte wurden zum Schluss öffentlich vorgestellt und verteidigt.
Nach dem Mittagessen starteten alle Teilnehmer zum Rundgang durch den Tierpark, nachdem sie zuvor noch einen Fragebogen mit kniffligen Fragen in die Hand gedrückt bekommen hatten. Und so sah man dann die einzelnen Gruppen durch den Tierpark hasten, denn die Fragen brachten nicht nur die polnischen Teilnehmer in Verlegenheit. Aber der in Aussicht gestellte Preis für den Sieger stachelte den Ehrgeiz an. Doch damit war das Programm noch nicht ausgeschöpft, denn den Abschluss krönte eine Floßfahrt auf der Uecker. Sicherlich hätte man die Schönheit der Natur und die Idylle dieser Flusslandschaft etwas intensiver bei schönerem Wetter genießen können, aber an Bord herrschte trotzdem eine herzliche Atmosphäre und die Besatzung des Floßes gab ihr Bestes, um mit gegrillten Steaks und Getränken die Stimmung aufzuhellen. Da wirkten selbst ein paar Kümmerlinge Wunder, denn bald schon ließen unsere polnischen Gäste die ersten Lieder erklingen. Wenn die Fahrt buchstäblich auch als Zitterpartie endete, war es doch ein nachhaltiges Erlebnis für die Teilnehmer aus Polen und aus Deutschland, was zum Abschied immer wieder mit herzlichen und dankbaren Worten bestätigt wurde.
Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle der Kommunalgemeinschaft Europaregion Pomerania, die das Bildungsprojekt finanziell unterstützte. Und auch dem Fremdenverkehrsverein Ueckermünde sei für die Bereitstellung von Informationsmaterial herzlich gedankt. Und natürlich gilt ein großes Dankeschön aller Malgorzata Schade, die mit den Mitarbeiterinnen der Volkshochschule Pasewalk wie immer alles bis ins kleinste Detail hervorragend vorbereitet hatte.

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