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„Hohler Vogel“ bekommt ein neues Leben

Die ersten Details am Ferdinandshofer Gutshaus strahlen schon in neuem Glanz. Doch noch ist gerade einmal die Hälfte der Arbeiten abgeschlossen.  FOTOs: K. Müller
Die ersten Details am Ferdinandshofer Gutshaus strahlen schon in neuem Glanz. Doch noch ist gerade einmal die Hälfte der Arbeiten abgeschlossen. FOTOs: K. Müller

VonKatja Müller

Es ist der zentrale Punkt
in Ferdinandshof und auch das Schmuckstück der Dorfgeschichte. Mit den Jahren hat das Gutshaus
an Glanz verloren. Das wird sich nun ändern.

Ferdinandshof.Der Presslufthammer dröhnt durch die Morgenluft. Es staubt, und die Bauleute sind emsig am Arbeiten. Stück für Stück verhelfen sie dem alten Gutshaus in Ferdinandshof wieder zu neuem Glanz. Doch auch die Grundlage war mit den Jahren etwas marode geworden. Der Hausschwamm hatte das historische Gebäude für sich entdeckt. Die Wände und auch die Türen waren teilweise durch und durch mit dem holzzerstörenden Pilz befallen. Vieles musste komplett erneuert werden. Doch der Rohbau ist nun wieder flott.
Während der jüngsten Baubesprechung hatte auch Barbara Bank vom Bauamt ein zufriedenes Lächeln auf den Lippen. „Es läuft eigentlich alles nach Plan. Jetzt können die Ausbauarbeiten beginnen, die Fassade wird fertig gemacht und die Elektriker sowie die Heizungs- und Sanitärfirmen sind am Zug“, erklärt sie. Aus alt mach neu war aber nicht möglich. Alles musste komplett rausgerissen werden. „Das war ein hohler Vogel“, sagt Volker Stöckel vom Ueckermünder Planungsbüro Fetting. Stöckel betreut die Sanierung des Ferdinandshofer Gutshauses und kennt jeden Winkel wie seine Westentasche. „Die Kellergewölbe sind schon fast fertig und sehen sehr schön aus“, sagt er und geht durch die hellen Räume. Aber auch der Rest werde wunderschön, verspricht er.
Der Prenzlauer Stuckateur hat auch seine Arbeit begonnen, und der erste Stuck-Kranz unter dem Dach ist schon zu sehen. „Gar nicht so einfach, jemanden zu bekommen, der das auch gut macht“, sagt Stöckel. Auch mit den alten Türen und Fenstern sei es kein leichtes Unterfangen. „Kein Loch ist so groß wie das andere. Und wir müssen alles neu machen. Der Schwamm hat nichts übrig gelassen“, erzählt er.
Außentüren müssen ebenfalls neu angefertigt werden. „Mittlerweile sind 57000 Euro verbaut worden. Gut noch einmal so viel brauchen wir, bis alles fertig ist“, sagt der Ueckermünder Planer.

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