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Im Naturpark sind sogar Denkmäler grün

Bei uns gibt es eine Menge zu entdecken! Jürgen Barth, Jochen Elberskirch, Anna Adamowicz und Andreas Bernard präsentieren stolz die beiden neuen Denkmalführer für den Naturpark Am Stettiner Haff.  FOTOs: S. Weirauch
Bei uns gibt es eine Menge zu entdecken! Jürgen Barth, Jochen Elberskirch, Anna Adamowicz und Andreas Bernard präsentieren stolz die beiden neuen Denkmalführer für den Naturpark Am Stettiner Haff. FOTOs: S. Weirauch

VonSimone Weirauch

Es gibt Denkmäler, die wachsen im Wald. So wie
die gigantischen Drei
bei Jädkemühl. Sehenswürdigkeiten im Naturpark Am Stettiner Haff werden jetzt in zwei Broschüren vorgestellt.

Eggesin.Sehenswürdigkeiten gibt es überall, auch da, wo Wälder, Heide und lauschige Dörfchen das Landschaftsbild bestimmen. Also in Gegenden, wo sie niemand vermutet, der sich nicht auskennt. Die Motormühle in Lübs gehört dazu, die Erbgruft in Vogelsang-Warsin oder die alte Oberförsterei in Rothenklempenow. Sehenswerte Ausflugsziele bietet auch die lebendige Natur am Haff. Drei 140 Jahre alte Douglasien bei Jädkemühl, die Eichenallee in Eggesin oder die mehr als 300 Jahre alte Linde in Ahlbeck sind nur drei Beispiele für lohnende Ausflugsziele. Insgesamt 54 solcher Denkmäler im Naturpark Am Stettiner Haff werden in zwei neuen Broschüren vorgestellt, die in dieser Woche druckfrisch in der Naturparkstation in Eggesin angeliefert wurden. Die Heftchen werden demnächst an die touristischen Zentren der Region verteilt, dann kann sie losgehen, die Sightseeing-Tour durch den Naturpark.
Der Förderverein „Natur und Leben am Stettiner Haff“, der in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiert, hat die Hefte herausgegeben und damit sozusagen sich selbst und alle Natur- und Heimatfreunde beschenkt. Die Gestaltung hat der Liepgartener Grafikdesigner Andreas Bernard übernommen und Anna Adamowicz, die seit September ihr freiwilliges soziales Jahr in der Naturparkstation leistet, hat alle Informationen in die polnische Sprache übersetzt.
Die Besucher beim Naturparkstammtisch, den der Förderverein ins Leben gerufen hat, durften schon mal in den Broschüren blättern. Auch die Gäste aus Police – Radfahrer und Wanderfreunde, die sowohl zum Vereinsjubiläum gratulierten als auch ein Geschenk für Touristiker Winfried Zimmermann mitgebracht hatten. Dieser scheidet nämlich aus seinem Dienst beim Landkreis aus und geht in den Ruhestand. Die grenzübergreifende Aktion „Mobil ohne Auto“ geht auf jeden Fall weiter, versichert der Vorruheständler.
Zeit zum Rasten wird sich der 60-Jährige wohl nicht nehmen. Auf dem nach ihm benannten Rastplatz an der Naturparkstation wird er jedenfalls selten sitzen. Aber so eine unzerstörbare Recycling-Bank als Denkmal gefällt ihm – auch wenn sie noch nicht in die Reihe der Sehenswürdigkeiten aufgenommen ist.

Kontakt zur Autorin
weirauch@nordkurier.de

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