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Kunst und Kultur ziehen wieder in Luckower Fachwerkkirche ein

Biblische und mythologische Szenen aus Ton schuf der Künstler Michael Behnisch aus Eggesin. Gerne erklärt er Besuchern, was ihn zum Schaffen seiner Plastiken bewogen hat. [KT_CREDIT] FOTO: A. Schneider
Biblische und mythologische Szenen aus Ton schuf der Künstler Michael Behnisch aus Eggesin. Gerne erklärt er Besuchern, was ihn zum Schaffen seiner Plastiken bewogen hat. [KT_CREDIT] FOTO: A. Schneider

VonAndrea Schneider

Zahlreich sind die Gäste
zum Auftakt des Kunstsommers in der Luckower Kirche erschienen. Unter dem Motto „Intensität des Lebens“ sind Bilder und Plastiken von drei Künstlern zu bestauen.

Luckow.Schade, dass Pastor Becker diesen Anblick nicht miterlebt hat. Seine Kirche, die Luckower Fachwerkkirche war am Freitagabend fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Während der Hausherr auf dem Hamburg Kirchentag verweilte, wurde zu Hause die Eröffnung des Kunstsommers gefeiert. Laudator Hans-Joachim Althaber stellte die drei Künstler vor, die dieses Mal in der Kirche zu bestaunen sind.
Bekannt in der Region und auch schon öfters Aussteller, zeigte Michael Behnisch neben seinen wunderschönen farbintensiven Bilder, seine neuesten figürlichen Plastiken. Passend zum Ausstellungsort, hat er viele aus Ton gestaltete Szenen aus dem biblischen und mythologischen Leben geschaffen. Beginnend im Alten Testament bei Adam und Eva, über die Geburt von Jesus, dem letzten Abendmahl oder eine Schifffahrt mit seinen Jüngern – jede Plastik ist es wert intensiv betrachtet zu werden. Erstaunlich, dass sich Michel Behnisch nicht einmal eine Skizze macht, bevor er mit dem Gestalten beginnt. „Alle Bilder habe ich bereits vorher im Kopf und dann heißt es zügig arbeiten, denn der Ton bleibt nicht sehr lange formbar. Danach zittere ich jedes Mal, bis die drei Brennvorgänge abgeschlossen sind – bei jedem kann die Plastik auseinanderbrechen“, erklärt der Künstler.
Im kleinen Seitenflügel der Kirche hat Brigitte Friedrich als Künstlerin vor Ort ihre Werke ausgestellt. Seit acht Jahren ist sie im Malzirkel von Hartwig Neuwald und stellt erstmals nur ihre Werke aus. Allesamt zeigen sie Motive und Eindrücke aus der näheren Umgebung von Luckow. Viele Gäste waren begeistert von ihren Bilder, die sie, einen Schuss abstrakt mit Acrylfarben auf die Leinwand bringt. Ein Mohnbild und die Szene mit den blühenden Apfelbäumen am Friedhof wurden auch gleich an diesem Abend verkauft.
Zuletzt seien noch die Werke des prominentesten Künstlers dieses Abends erwähnt. Hans-Joachim Althaber, der Freund und Bewunderer von Professor Armin Münch ist, hatte die Ausstellung seiner Grafiken organisiert. Selber kommen, konnte der 83 jährige, aufgrund einer Erkrankung leider nicht. So blieb es beim Eintauchen seiner Bilder, die die Gedankenwelt des Künstlers in unglaublicher Lebendigkeit darstellte.
Die Gäste genossen es, sich bei Wein und Imbiss über die Ausstellungsobjekte auszutauschen und hatten spannendes Vergnügen beim Betrachten der Werke. Die Gemeinschaftsausstellung ist noch bis zum 10. Juni in der Kirche zu bewundern.

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