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Meter für Meter zu neuem Schick

Die Goethestraße ist komplett aufgerissen. Derzeit werden die Leitungen in das Erdreich gelegt.  FOTO:K. Müller
Die Goethestraße ist komplett aufgerissen. Derzeit werden die Leitungen in das Erdreich gelegt. FOTO:K. Müller

VonKatja Müller

Noch ist vom neuen Glanz
in der Torgelower Goethestraße nicht viel zu sehen. Tiefe Gräben klaffen schon auf dem ersten Abschnitt, doch die Arbeiten laufen auf Hochtouren.
Denn in acht Wochen soll alles fertig sein.

Torgelow.Es ist kein Durchkommen in der Goethestraße. Vom Straßenbelag ist selbst so gut wie nichts mehr übrig. Tiefe Gräben wurden geschaufelt und aus der Erde strecken Kabel und Leitungen sich der Sonne entgegen. Es ist eine Baustelle wie sie im Buche steht. Überall wird gebuddelt, gehämmert und gesägt. Doch schon in acht Wochen sollen dort neue Pflastersteine glänzen und einen stolperfreien Weg entlangführen. Das Bauende ist für Juli geplant. Aber dafür müsse jetzt fleißig angepackt werden, so Bürgermeister Ralf Gottschalk. Immerhin gelte es die nicht ganz freiwillige Winterpause im Dezember wieder aufzuholen. „Der Frost hatte die Baustelle gepackt und wir konnten nicht weitermachen, doch jetzt liegen wir ganz gut im Plan“, sagt Gottschalk. Dass so viel Erneuerung aber nicht eben mal so und auch ohne große Investitionen möglich ist, liegt auf der Hand. Insgesamt 713000 Euro verschlingt die Großbaustelle Goethestraße für den Straßenbau. 123000 Euro kosten die neuen Schmutzwasserleitungen und -anschlüsse. Eine stolze Summe, die nicht zu einhundert Prozent aus der Stadtkasse getilgt werden muss. Wie auch. „Eine Finanzierung ohne eine Finanzspritze können wir uns gar nicht leisten“, sagt Gottschalk und freut sich über die Fördersumme von rund 500000 Euro.

Vier Meter und bunte
Pflastersteine
Die neue Goethestraße wird weitestgehend als Einbahnstraße angelegt. „Lediglich ein kleines Stück wird auch beidseitig befahrbar sein, sodass die Eltern, die ihre Kinder dort zur Schule bringen, umdrehen können,“ sagt der Bürgermeister.
Allerdings sieht Gottschalk es nicht so gern, dass Eltern bis direkt vor die Schul-tür fahren. „Die Straße ist vier Meter breit, es wird Parktaschen geben und einen Gehweg. Da können Kinder auch mal ein kleines Stück zu Fuß gehen“, sagt er mit einem Augenzwinkern und hofft, die Eltern verhalten sich entsprechend. „Wir wollen nicht wieder zu den alten Gewohnheiten mit Parken in Dreier-Reihe zurück“, so der fromme Wunsch des Bürgermeisters. Aber nicht nur parktechnisch, sondern auch optisch werde sich einiges ändern. „Die Stadt hat sich für farbige Pflastersteine entschieden. Die Straßenbeleuchtung wird ebenso geändert: es gibt mehr, aber kleinere Leuchten. Die Straße wird auch optisch aufgewertet“, erklärt Ralf Gottschalk.
Für die Anwohner gebe es vorerst keine zusätzlichen Kosten. „Wir haben eine Anfrage in Schwerin laufen. Man hat uns mündlich versichert, dass keine Anliegerkosten erhoben werden müssen“, sagt er und hofft auf eine schnelle schriftliche Bestätigung.

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