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Na bitte, jetzt gibt es endlich den Hortplatz

Diana Herrmann hält ihren Vertrag in der Hand und Maik Kelpin ist froh, dass er so schnell helfen konnte.  FOTO: S. weirauch
Diana Herrmann hält ihren Vertrag in der Hand und Maik Kelpin ist froh, dass er so schnell helfen konnte. FOTO: S. weirauch

VonSimone Weirauch

Die Sonne hat gestern ganz Vorpommern verwöhnt. Doch in Ueckermünde schien sie für eine junge Mutter noch ein bisschen heller. Sie freut sich über einen Hortplatz für ihren Sohn.

Ueckermünde.Diana Herrmann strahlte gestern mit der Sonne um die Wette. Keine Spur mehr von dem Frust, mit dem sie zwei Tage zuvor in die Redaktion der Haff-Zeitung gekommen war. Vergeblich wartete sie auf einen Platz für ihren neunjährigen Sohn im Hort an der Haff-Grundschule. Die junge Mutter erzieht zwei Kinder allein und befindet sich in der Umschulung zur Köchin. „Ob nun Praktikum oder Schule, ich muss für diesen Job einsatzbereit sein“, sagt Diana Herrmann. Das geht nur, wenn sie ihre Kinder gut betreut weiß. 2011 hatte sie ihren „Großen“ im Hort angemeldet. Von der Stadt erhielt sie eine entsprechende Bescheinigung. Aber leider nicht den gewünschten Platz. Das Kind musste ins Stadtzentrum in den Hort – auf Dauer einfach zu teuer.
In Ueckermünde sind ausreichend Hortplätze vorhanden, bestätigte Christel Lieckfeldt von der Stadtverwaltung. Allerdings wollen die meisten Eltern einen Hortplatz neben der Haff-Grundschule. Träger dieser Einrichtung ist das Institut für Lernen und Leben. Maik Kelpin, der Leitende Erzieher, weiß um die Beliebtheit seines Hauses. Sein Team betreut mittlerweile 162 Kinder. Für das nächste Schuljahr liegen schon wieder 61 Anmeldungen auf seinem Tisch. Als er vom Problem der alleinerziehenden Mutter hörte, wunderte sich Maik Kelpin trotzdem. „Im Laufe eines Schuljahres verändert sich ständig etwas, Familien ziehen weg. Da geht immer etwas.“ Die letzte Nachfrage von Diana Herrmann war Ende vergangenen Jahres. „Da waren wir tatsächlich voll.“ Jetzt sieht es schon anders aus. Diana Herrmann kann es kaum glauben, aber es dauert keine zehn Minuten und sie hält den gewünschten Vertrag in der Hand. Ab Montag geht ihr Sohn Kai also in den Hort.

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weirauch@nordkurier.de

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