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Nix mit Großeinsatz, hier wird gefeiert

Die Feuerwehr im Einsatz – aber zum Glück nur um den Gästen in Liepgarten ihre Arbeit zu demonstrieren. Hier wurde ein alter Bienen-Wagen in Brand gesetzt. [KT_CREDIT] FOTOs: Ch. Niemann
Die Feuerwehr im Einsatz – aber zum Glück nur um den Gästen in Liepgarten ihre Arbeit zu demonstrieren. Hier wurde ein alter Bienen-Wagen in Brand gesetzt. [KT_CREDIT] FOTOs: Ch. Niemann

VonKatja Müller

Mit 85 Jahren zwickt es schon mal hier, oder reißt da. Doch Liepgartens Feuerwehr hat es noch immer drauf. Und von Altersgebrechen war am Wochenende keine Spur. Ganz im Gegenteil.

Liepgarten.Nicht nur den kleinen Jungs stand der Mund vor Staunen offen, auch den großen Besuchern des Liepgartener Jubiläumswochenendes gingen die Augen über. Dutzende Feuerwehrfahrzeuge, gefolgt von einer Armada aus Militär- und Landwirtschaftstechnik rollten durch den kleinen Ort. Flüchtige Blicke konnten zunächst auf ein Großunglück schließen.
Doch ganz im Gegenteil: In Liepgarten wurde gefeiert. Und Grund dazu hat die kleine Kommune allemal. Schließlich hat die freiwillige Feuerwehr bereits 85 Jahre auf dem Buckel, seit 20 Jahren wird gemeinsam gegen das runde Leder getreten und auch die enge Verbindung – die Patenschaft – zur Bundeswehr gibt es seit nunmehr zehn Jahren. Gleich dreifach konnte angestoßen, zugeprostet und gefeiert werden. Doch die Liepgartener beließen es natürlich nicht bei einer kleinen gemütlichen Schunkelrunde. „So viele Anlässe geben Grund für ein richtiges Fest“, kündete Vize-Bürgermeister Jürgen Büscheck schon vor dem Festwochenende an. Und er behielt recht. Denn nicht nur einen riesigen Umzug stellten die Liepgartener auf die Beine, sondern auch ein spannendes Programm, bei dem vor allem die Feuerwehr ihr ganzes Können unter Beweis stellen konnte. Neben Schauübungen wurde aber auch reichlich über die Technik philosophiert.
Es gab nur einen, der an diesem Wochenende nicht so richtig mitspielen wollte: der Wettergott. Den großen Zapfenstreich ließ er im großen Regenschauer untergehen und auch die Ballonfahrten mussten abgesagt werden. „Alles kein Problem“, sagte eine Fest-Besucherin und meinte: „Es ist alles prima, so wie es ist und die Leute sind doch mehr als zufrieden. Ja, und das Wetter – irgendetwas ist doch immer.“
Und schon am Nachmittag war von der Schlecht-Wetter-Front nichts mehr zu merken. Im Zelt bei Pittiplatsch und seinen Freunden war kuschlige Nähe angesagt, denn die Märchenfiguren waren bei allen Kindern und Erwachsenen sehr beliebt. „Ich habe noch nie so viele Kinder auf einem Fleck gesehen“, staunte selbst Andreas Krüger von der Feuerwehr Liepgarten.

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