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Schläger sitzt trotz Revision

Das Landgericht hat einen 36-Jährigen, der den Tod eines Ueckermünders zu verantworten hat, schuldig gesprochen. Doch das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Ueckermünde.Das Urteil war schnell gefällt. Am 13. Mai dieses Jahres verknackte das Landgericht Neubrandenburg den 36--jährigen René St. zu fünf Jahren und sechs Monaten Gefängnis. Da der Angeklagte geständig war, konnte das Urteil bereits nach einem Tag gefällt werden. Der Angeklagte hatte Anfang Dezember im Haff-Center so schwer auf den 44-Jährigen Peter K. eingeschlagen und eingetreten, dass dieser an den Verletzungen starb.
Der Fall hatte für viele Betroffenheit gesorgt, weil Peter K. nur einen Streit schlichten wollte. Auch wenn das Urteil eindeutig war und der Verteidiger von René St. ebenfalls auf fünf Jahre plädiert hatte, ist er jetzt in Revision gegangen. Rechtsanwalt
Mathias Jox aus Pasewalk wollte seinen Revisionsantrag gegenüber dem Nordkurier aber nicht begründen.
Christian Deutsch, Sprecher des Landgerichts, bestätigte den Eingang der Revision. Werde der Antrag aufrechterhalten, müsse der Bundesgerichtshof entscheiden, ob der Fall noch einmal verhandelt werde. Auch die Neubrandenburger Staatsanwaltschaft wartet erst einmal ab, sagte Sprecher Gerd Zeisler. Erst dann werde auch entschieden, ob ein zweites, abgetrenntes Verfahren gegen René St. weiter verfolgt wird. Zwei Wochen vor dem Verbrechen an Peter K. hatte der Angeklagte seine Lebensgefährtin zusammengeschlagen. Trotz der Revision: Der wegen Körperverletzung mehrfach vorbestrafte René St. sitzt weiter in U-Haft, versicherte sein Anwalt.wil

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