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Torgelower Unternehmer glaubt an eine grüne Zukunft

Landrätin Barbara Syrbe besuchte das Büro von Uwe Twardokus, Geschäftsführer der   Electro Clean GmbH (rechts). Auch Torgelows Bürgermeister Ralf Gottschalk und Stadtvertreter und Kreistagsmitglied Patrick Dahlemann hörten aufmerksam zu, was der Geschäftsmann über LEDs so zu berichten hatte. [KT_CREDIT] FOTOs: S. Wolff
Landrätin Barbara Syrbe besuchte das Büro von Uwe Twardokus, Geschäftsführer der Electro Clean GmbH (rechts). Auch Torgelows Bürgermeister Ralf Gottschalk und Stadtvertreter und Kreistagsmitglied Patrick Dahlemann hörten aufmerksam zu, was der Geschäftsmann über LEDs so zu berichten hatte. [KT_CREDIT] FOTOs: S. Wolff

VonSilvio Wolff

Licht aus LEDs ist längst nichts Neues. Doch ein kleines Torgelower Unternehmen kämpft
noch immer mit vielen Vorurteilen, wenn es um die modernen Leuchten geht, mit denen man jede
Menge Geld sparen kann.

Torgelow.Die Zukunft ist grün. Und der Torgelower Uwe Twardokus glaubt an die Zukunft. Das sieht man nicht nur an seinen grünen Schuhen. Der junge Unternehmer hat sich auf die Zukunftstechnologie der LED-Leuchten spezialisiert. „Wir haben viel ausprobiert und getestet“, sagt Uwe Twardokus. Denn nicht überall, wo tolle Versprechungen gemacht werden, ist auch wirklich Qualität drin. Das wusste auch die Landrätin Barbara Syrbe (Linkspartei), als sie nun das Torgelower Unternehmen besuchte. „Ich habe schon schlechte Erfahrungen mit Energiesparleuchten gemacht“, so die Kreischefin. Dem entsprechend skeptisch, aber auch interessiert war sie nun, als sie im Torgelower Büro der Electro Clean GmbH mit dem Geschäftsführer ins Gespräch kam. Denn die Frage „Wie können wir sparen?“ interessiert natürlich. Auch den Torgelower Bürgermeister Ralf Gottschalk, der ebenfalls die Gelegenheit nutzte, um einen Blick in das frisch eingerichtete Büro in der Breiten Straße zu werfen. „Das war für mich immer ein Thema und die Zahlen sind schon überzeugend“, so das Torgelower Stadtoberhaupt. „Man nehme nur eine normale Straßenlampe. Mit LEDs wären es lediglich 22 Watt statt der herkömmlichen 90 Watt“, führt Twardokus aus. Die Investition hat sich in nur 21 Monaten rentiert. „Und dann ist die Ersparnis richtiger Gewinn“, so der Elektriker. Man müsse auch nicht die komplette Straßenlampe erneuern; es reiche das Leuchtmittel. Viel Potenzial für die Kommunen im Land, die nach jeder Spar-möglichkeit suchen.
Doch Syrbe und Gottschalk bleiben vorsichtig und ziehen die neue Technik in erster Linie bei notwendigen Erneuerungen oder Neubauten in Betracht. „Die Stadt komplett umzustellen geht nicht“, sagt Gottschalk. Das Geld sei einfach nicht da. Und ein Kredit auch nicht so einfach. Das kennt ebenfalls das kleine Unternehmen von Uwe Twardokus. „Ich würde gerne investieren, bekomme aber keinen Kredit“, so der Elektro-Meister.
Da konnte nun aber die Förder- und Entwicklungsgesellschaft gleich helfen. „Es gibt die Möglichkeit von Mikrodarlehen“, erklärte Günter Ziebell von der FEG und bot sofort seine beratende Hilfe an.

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