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Treue Berliner: Zehn Jahre immer wieder Urlaub am Haff

Was machen Urlauber am Haff am liebsten? Sie radeln! In diesem Jahr hat die Saison erst Mitte April begonnen, aber kaum scheint die Sonne, sind auch die Radfahrer wieder unterwegs.  Foto: B. Wüstneck
Was machen Urlauber am Haff am liebsten? Sie radeln! In diesem Jahr hat die Saison erst Mitte April begonnen, aber kaum scheint die Sonne, sind auch die Radfahrer wieder unterwegs. Foto: B. Wüstneck

VonSimone Weirauch

In Vorpommern werden Urlauber noch mit Handschlag begrüßt.
Und wer seit zehn Jahren jedes Jahr ans Haff kommt, der gehört schon fast zur Familie. So wie Oliver Kern aus Berlin.

Ueckermünde/Grambin.Wenn Oliver Kern vor seinem Ferienhaus in Grambin sitzt und aus Haff schaut, dann weiß er: Jetzt ist Urlaub. Dieser wunderbare Blick, das Gefühl von Platz und Weite, die unmittelbare Nähe zur Natur – das schätzt der Berliner an seinem Grambiner Feriendomizil. Seit nunmehr zehn Jahren macht Oliver Kern in einem der Ferienhäuser von Winfried Fiß Urlaub. Meist mit einer Gruppe aus dem Haus „Leben lernen“ in Berlin, aber auch ganz privat. Er hat nicht mitgezählt, wie oft er schon im Haffdomizil eingecheckt hat. Aber Winfried Fiß, der Vermieter, weiß es: Zum zehnten Mal in Folge. Darum gab es gestern einen besonders herzlichen Empfang für die Urlauber aus der Hauptstadt. Jürgen Appelhagen hat zur Begrüßung eine Mappe mit Informationsmaterial und Karten mitgebracht. Und das Versprechen: Es wird jetzt jeden Tag wärmer. Insgesamt eine nette Geste, die bei den Gästen gut ankommt. Schließlich wird nicht jeder per Handschlag vom Vorsitzenden des Fremdenverkehrsvereins Stettiner Haff begrüßt.
Aber auch ohne dem zieht es Touristen ans Haff, jeden Tag mehr, seitdem draußen das große Blühen begonnen hat. Täglich holen sich etwa 200 Gäste in der Touristik-Information am Stadthafen Ausflugstipps und Kartenmaterial. Vor allem Radkarten sind gefragt, sagt Jürgen Appelhagen. Und Schiffsfahrpläne. Zu Pfingsten werden übrigens Sonderfahrten nach Stettin und Swinemünde angeboten. Außerdem eine extra Stadtführung am Sonntag um 10 Uhr.
Wenn sich vor allem Hauptstadttouristen und Radfahrer spontan auf den Weg ans Haff machen, weil schönes Wetter angesagt ist, dann kann es schon passieren, dass die Quartiere in Ueckermünde knapp werden. „Aber bisher konnten wir für jeden ein passendes Bett finden“, versichert der Touristik-Chef. Die Hoteliers sind flexibel, und außerdem gibt es am Haff sehr viele Privatvermieter – und jede Menge nette Leute, wie die Urlauber immer wieder versichern.

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weirauch@nordkurier.de

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