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Und tschüss, ihr fiesen Stolperfallen!

Die ersten Baufirmen haben schon losgelegt.
Die ersten Baufirmen haben schon losgelegt.

VonKatja Müller

Die maroden Betonplatten, abgesackten Pflastersteine und porösen Mauern in der Torgelower Bahnhofstraße gehören bald der Vergangenheit an. Der Investitionsbedarf liegt bei rund 3,5 Millionen Euro.

Torgelow.Die ersten Baufirmen sind angerückt. Nun heißt es: Ade, ihr fiesen Stolperfallen und schlechten Gehwege! Aber nicht nur das. Im Rahmen des Förderprogramms „Stadtumbau Ost“ werden auch alle Zugänge zu den Eingängen und der Ladenzeile in der Bahnhofstraße 20 bis 29 neu gestaltet, was nicht nur die 273 Mieter freuen dürfte.
In drei Abschnitten soll sich das Wohnumfeld in dem Bereich deutlich verbessern. „Die gesamte Anlage ist Baujahr 1989 und eigentlich noch nicht so alt, aber es muss dringend etwas getan werden. Es sieht mindestens doppelt so alt aus, als es eigentlich ist“, erklärt Bürgermeister Ralf Gottschalk. Doch das ist nicht mit wenig Geld getan. Allein der erste Bauabschnitt im vorderen Bereich der Bahnhofstraße hat ein Auftragsvolumen von 380000 Euro. Davon werden 190000 Euro auf die beteiligten Dritten umgelegt, die Eigentümer der anliegenden Gebäude“, erklärt der Bürgermeister. Aus dem Fördertopf „Stadtumbau Ost“ kommen 127000 Euro und 63000 Euro muss die Stadt Torgelow aufbringen. Es werden aber nicht nur die Treppenanlagen, Wege und die Beleuchtung erneuert. Auch die Spielplätze werden neu gestaltet.
An den rückseitigen Eingängen der Wohnblöcke werden die Eingangstreppen beseitigt. „Dort wird dann Erde angefüllt, sodass weniger Stufen zu steigen sind. Das dürfte besonders die älteren Bewohner freuen“, ist sich Gottschalk sicher. Aber er hat noch ein Ass im Ärmel. Denn an der Straßenseite werden neben neuen Treppen jetzt auch Rampen für die Ladenzeile gebaut. Stück für Stück werde Torgelow so barrierefreier. Der erste Bauabschnitt soll noch im Juni oder Juli fertiggestellt werden. „Der zweite Abschnitt soll sich nahtlos anschließen. Im Bereich vom roten Netto bis zum Rathaus werden dann rund 1,1 Millionen Euro verbaut. 630000 Euro kommen dabei aus der Städtebauförderung“, erklärt er.
Der dritte Bauabschnitt werde aber erst frühestens 2015 umgesetzt. Dafür wurden laut Planer 700000 Euro veranschlagt. Doch allein mit der Neugestaltung der Innenhöfe und Außenanlagen sei es nicht getan. Gottschalk wünscht sich zudem Fahrstühle für die Wohnblöcke in der Bahnhofstraße. „Das wäre für die älteren Bewohner optimal. Doch das ist finanziell nicht leistbar“, sagt er. Der eigentliche Investitionsbedarf der Stadt liegt bei rund 3,5 Millionen. „Doch wir müssen auch immer den Eigenanteil bedenken. Wir können nicht alles auf einmal anpacken“, so Gottschalk.

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